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FC Bayern: Schiri räumt Fehler ein

Bayern-Schiri räumt Fehler ein

Schiedsrichter Christian Dingert steht beim Topspiel in Leverkusen im Mittelpunkt. Der 45-Jährige gesteht einen Fehler ein, der den FC Bayern schwer getroffen hat.
Christian Dingert stellt Bayern-Star Luis Díaz mit Gelb-Rot nach einer Schwalbe vom Platz. Im Nachgang würde er seine Entscheidung am liebsten allerdings revidieren.
Schiedsrichter Christian Dingert steht beim Topspiel in Leverkusen im Mittelpunkt. Der 45-Jährige gesteht einen Fehler ein, der den FC Bayern schwer getroffen hat.

Der turbulente Liga-Kracher zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern (1:1) erhitzte auch weit nach Schlusspfiff die Gemüter.

Die Entscheidung, Luis Díaz wegen einer vermeintlichen Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz zu stellen, räumte im Nachgang auch Schiedsrichter Christian Dingert als Fehler ein.

„Aus dem Spiel heraus war es für mich so, dass der Spieler Díaz hier abhebt. Das habe ich wahrgenommen. Den anschließenden Treffer am Fuß habe ich nicht so wahrgenommen in der Geschwindigkeit, in der Form“, erklärte der 45-Jährige nach der Partie bei Sky.

FC Bayern: Díaz-Schwalbe?

Seine Schlussfolgerung: „Gelb-Rot ist sehr hart, und wenn jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben.“

Díaz war in der Schlussphase der Partie in den Strafraum eingedrungen. Der Kolumbianer legte den Ball an Leverkusen-Keeper Janis Blaswich vorbei und ging anschließend zu Boden. Obwohl der 34-Jährige Díaz leicht berührt hatte, entschied Dingert auf Schwalbe und stellte Bayerns Offensivstar mit Gelb-Rot vom Platz (84.).

„Aus dem Spiel raus war es für mich klar, sonst hätte ich nicht so entschieden, wie ich entschieden habe“, sagte Dingert in der Mixed Zone. Ein Elfmeter sei es nicht gewesen „weil vorher schon Kontakt an der einen Wade gesucht wurde“.

Darum durfte der VAR nicht eingreifen

Zum Verständnis: Im Falle einer ersten oder zweiten Gelben Karte ist es dem VAR nicht gestattet einzugreifen - eine Regelung, die ab der kommenden Saison nicht mehr gilt.

Aus diesem Grund hatte Dingert nur wegen eines möglichen Strafstoßes mit dem Videoassistenten Pascal Müller Kontakt.

„Genau, der Austausch fand da statt. Gelb-Rot ist aktuell noch nicht möglich zum Eingreifen. Es wird die Regeländerung ab Sommer geben, von daher ein bisschen zu früh die Szene. Aber ja, das ist halt unser Geschäft“, sagte Dingert.