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Schwalbe? Auch Díaz fliegt vom Platz - Kompany und Eberl reagieren sofort

Díaz-Schwalbe? So reagiert Bayern

Luis Díaz erlebt beim irren Spiel des FC Bayern bei Bayer Leverkusen einen völlig verrückten Nachmittag, der mit einem strittigen Platzverweis endet.
Luis Díaz fliegt gegen Leverkusen vom Platz
Luis Díaz fliegt gegen Leverkusen vom Platz
© IMAGO/Beautiful Sports International
Luis Díaz erlebt beim irren Spiel des FC Bayern bei Bayer Leverkusen einen völlig verrückten Nachmittag, der mit einem strittigen Platzverweis endet.

Luis Díaz ist beim turbulenten Remis des FC Bayern gegen Bayer Leverkusen wegen einer Schwalbe vom Platz geflogen. Der Torschütze des FC Bayern kam zunächst nach einem gefährlichen Einsteigen gegen Aleix Garcia noch um einen Platzverweis herum, sah in der Schlussphase aber dann doch noch Gelb-Rot.

Bei den Münchner sorgte die Entscheidung für eine Mischung aus Empörung und Unverständnis. Vor allem Trainer Vincent Kompany äußerte sich irritiert: „Am schlimmsten ist Lucho Díaz! Wieso er die Gelb-Rote Karte bekommt, das weiß keiner im Stadion heute. Das ist Wahnsinn.“

Er verwies im Gespräch mit DAZN auf das Verhalten seines Spielers nach der Aktion. Dieser habe keinen Elfmeter gefordert: „Das tut weh natürlich. Er ist gesperrt das nächste Spiel. Einer muss mir erklären, warum das Gelb ist in dieser Phase.“

Eberl mit erstaunlicher Enthüllung zu Dingert

Laut Max Eberl erkannte Dingert nach der Partie sogar, dass er bei Díaz falsch gelegen sei: „Ich habe gerade mit Herrn Dingert gesprochen. Es ist alles in Ordnung, es war ein guter Dialog. Er hat auch gesagt, dass es keine Gelb-Rote Karte war”, erklärte Bayerns Sportvorstand.

Eberl weiter: „Für ihn war es im Spiel eine klare Schwalbe, aber er hat jetzt die Bilder gesehen und gesagt, dass es keine Gelb-Rote Karte war. Sehr ehrenvoll, aber es hat uns nichts genützt.“

FC Bayern: Turbulenter Nachmittag für Luis Díaz

So spielte sich die Achterbahnfahrt des Kolumbianers ab: Zunächst erzielte er in der 69. Minute den Ausgleich zum 1:1, der auch den späteren Endstand bedeutete.

In der 74. Minute kassierte Díaz dann Gelb: Er traf mit hohem Bein zwar klar erkennbar den Ball, unabsichtlich allerdings auch Gegenspieler Garcia am Kopf.

Dessen Teamkollege Robert Andrich forderte die Rote Karte und wurde von Schiedsrichter Christian Dingert, der auch in diversen anderen Situationen im Mittelpunkt stand, mit Gelb verwarnt.

Kurios: Bayers Geschäftsführer Fernando Carro forderte auf der Tribüne bei Ansicht der Wiederholungen ebenfalls einen Platzverweis für Díaz.

Trotz Kontakt: Schiedsrichter wirft Díaz vom Platz

Erfolgen sollte dieser in der 84. Minute: Díaz drang mit dem Ball am Fuß in den Strafraum ein und legte sich diesen an Leverkusens Torhüter Janis Blaswich vorbei. Dabei kam es zu einem leichten Kontakt, Blaswich traf Díaz mit dem linken Bein.

Entscheidend für den Fall des Bayern Angreifer war allerdings auch, dass dieser im Versuch, den Ball zu kontrollieren, bereits aus dem Tritt gekommen war.

Dingert entschied umgehend auf Schwalbe und Gelb-Rot - bei einer solchen Entscheidung darf der VAR laut Regelwerk nicht eingreifen. Der Kölner Keller hätte sich nur melden können, wenn man am Bildschirm einen potenziellen Elfmeter ausgemacht hätte. Dies war trotz des Kontakts zwischen den beiden Spielern offensichtlich nicht der Fall.

Die Bayern-Spieler haderten wie Kompany und Eberl mit dem Platzverweis für Díaz: „Er steht sofort wieder auf”, meinte Jonathan Tah bei DAZN: „Ja, er fällt hin. Er wird sogar ein bisschen berührt. Aber er steht sofort wieder auf. Er macht kein Theater, macht keine Show. Und deshalb frage ich mich, wieso man da Schwalbe gibt, so reagiert, als hätte er eine Show draus gemacht.“

Das sagen die Bayern-Spieler und Kompany

Sein Teamkollege Josip Stanisic meinte, dass der Platzverweis zwar vertretbar war, schränkte aber auch klar ein: „Er weiß, dass er schon Gelb hat, und dann direkt auf Gelb zu gehen und Gelb-Rot zu geben finde ich schon hart, vor allem weil er ihn trifft. Wenn es eine ganz klare Schwalbe ist, sage ich auch: Das darfst du niemals so machen, aber er trifft ihn und das sieht man.“

Joshua Kimmich meinte bei DAZN, dass es sich „im Leben nicht” um eine Schwalbe gehandelt habe.

In der ersten Halbzeit hatten die Münchner bereits Nicolas Jackson wegen einer glatten Roten Karte verloren - diese Entscheidung war nach einem rüden Foul unstrittig.