Bundesliga>

Nach Schiri-Attacke: DFB kanzelt Hoeneß ab

DFB kanzelt Hoeneß ab

Uli Hoeneß feuert nach dem Chaos-Spiel der Bayern in Leverkusen gegen Schiedsrichter Christian Dingert - und wählt einen brisanten Superlativ.
Christian Dingert stellt Bayern-Star Luis Díaz mit Gelb-Rot nach einer Schwalbe vom Platz. Im Nachgang würde er seine Entscheidung am liebsten allerdings revidieren.
Uli Hoeneß feuert nach dem Chaos-Spiel der Bayern in Leverkusen gegen Schiedsrichter Christian Dingert - und wählt einen brisanten Superlativ.

Uli Hoeneß hat sich nach dem chaotischen Remis des FC Bayern bei Bayer Leverkusen zu Wort gemeldet - und die Unparteiischen um Hauptschiedsrichter Christian Dingert extrem scharf kritisiert.

„Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichterteams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe“, wird der Ehrenpräsident des Rekordmeisters von der Bild-Zeitung zitiert.

Dingert ist bei dem wilden 1:1 der Münchner mehrmals im Mittelpunkt gestanden. Er erkannte zwei Tore des FCB ab und schickte mit Nicolas Jackson und Luis Díaz zwei Akteure der Gäste vom Platz. Auch ein Treffer von Leverkusen zählte nicht. Der VAR war wiederholt involviert.

DFB kontert Hoeneß - Dingert gibt Fehler zu

Der DFB wies die Hoeneß-Attacke in Person von Schiedsrichtersprecher Alex Feuerherdt zurück. „Vielleicht hat es seine Meinung beeinflusst, dass die Mehrheit dieser spielrelevanten Entscheidungen gegen den FC Bayern getroffen wurde. Aber wir sprechen hier keineswegs von skandalträchtigen Fehlern“, sagte dieser laut der AZ.

Die wohl strittigste Szene spielte sich kurz vor Schluss ab, als Dingert den Bayern-Angreifer Díaz wegen einer angeblichen Schwalbe vom Platz stellte. Im Nachgang der Partie gab der Unparteiische zu, dass er hier eher falsch gelegen habe.

„Aus dem Spiel heraus war es für mich so, dass der Spieler Díaz hier abhebt“, erklärte Dingert bei Sky: „Das habe ich wahrgenommen. Den anschließenden Treffer am Fuß habe ich nicht so wahrgenommen in der Geschwindigkeit, in der Form.“

Díaz war selbst aus dem Tritt gekommen, im Fallen wurde er zudem von Leverkusens Torhüter Janis Blaswich leicht getroffen: „Also jetzt, wenn ich die Bilder sehe, sage ich mal: Kein Elfmeter, das ist denke ich mal klar. Gelb-Rot sehr hart und wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben“, urteilte Dingert im Nachgang.

Eberl über Schiedsrichter: Ehrenvoll, aber nützt uns nichts

Trotz der Einsicht des Referees wird Díaz vermutlich nicht nur um eine Sperre herumkommen. „Die Gelb-Rote Karte war eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters“, erklärte Feuerherdt: „Solche Tatsachenentscheidungen sind grundsätzlich endgültig, deshalb bleibt es außer bei gravierenden Irrtümern wie etwa einer Spielerverwechslung in aller Regel bei der Sperre.“

Dingert hatte andere umstrittene Entscheidungen derweil verteidigt. Mit Bayerns Sportvorstand Max Eberl kam es nach der Partie zu einem Austausch - dieser reagierte verstimmt, aber deutlich gemäßigter als Hoeneß.

„Ich habe gerade mit Dingert gesprochen, alles in Ordnung, das war ein guter Dialog gewesen. Er hat auch gesagt, die Gelb-Rote Karte ist keine Gelb-Rote Karte“, sagte Eberl. Die Einsicht des Schiris sei „sehr ehrenvoll, aber es hat uns nichts genützt.“