Als sich Alphonso Davies im vergangenen Jahr im Länderspiel zwischen Kanada und den USA schwer verletzte, waren die Sorgen groß.
FC Bayern: Um einen stillen Helden wird es lauter
Um einen stillen Helden wird es lauter
Weder im Klub noch im Umfeld traute man einem seiner Kollegen zu, den Außenverteidiger eins zu sein zu ersetzen. Mittlerweile ist klar: Die Furcht war unbegründet. Denn sowohl Konrad Laimer als auch Josip Stanisic machten in dieser Saison ihre Sache auf den Außenbahnen bislang gut bis sehr gut.
Während der Kroate vor allem auf der rechten Seite seine besten Spiele machte, konnte der Österreicher auf beiden Seiten überzeugen. Sie sind die stillen Helden dieser Spielzeit, denn durch große Kabinettstückchen oder wahnsinnige Sprinterqualitäten fallen sie eigentlich nicht auf.
Die Vorzüge von Laimer und Stanisic
Es sind eher Luis Díaz und Michael Olise, die für ein Raunen auf den Zuschauerrängen sorgen – auch wenn Laimer beim Auswärtsspiel in Stuttgart mit einem Hackentreffer glänzen konnte.
Hinter den Kulissen schätzt man Laimer und Stanisic, gerade ihre ruhige und seriöse Art überzeugt Trainer Vincent Kompany und die Chefetage.
Das Plus der beiden Spieler: ihre Vielseitigkeit. Zudem ist Verlässlichkeit die große Qualität des Duos, das nochmal einen Schritt gemacht hat. Auffällig: Vor allem Stanisic sucht in den letzten Wochen deutlich häufiger den Weg nach vorne und wird für seinen Mut regelmäßig belohnt. Im Topspiel beim BVB gehörte er zu Bayerns besten Spielern.
Stanisic: „Beide Positionen spiele ich gerne“
„Ich komme aus der Verteidigung, deswegen dauert das, dass man in der Offensive Selbstbewusstsein kriegt. Die Rolle, finde ich, liegt mir ganz gut und spiele ich sehr gerne“, erklärte Stanisic am Tag vor dem Spiel der Bayern in Bergamo auf Nachfrage von SPORT1.
Manchmal habe man zwar schnelle Gegenspieler, aber dann müsse man eben besser stehen. „Beide Positionen spiele ich sehr gerne. Außenverteidiger mittlerweile vielleicht ein bisschen mehr“, sagte der 25-Jährige weiter.
Derweil zeigte der Rekordmeister dann die schwächsten Leistungen, wenn Laimer fehlte. Zufall? Der Österreicher ist mittlerweile zum Publikumsliebling aufgestiegen, doch jetzt könnte er sich einige Sympathien verspielen.
Medienberichten zufolge fordern er und seine Berateragentur satte 15 Millionen Euro pro Jahr, wenn sein 2027 auslaufender Vertrag verlängert werden soll.
Eberl klärt über Laimer-Stand auf
Aus Sicht der bayerischen Klub-Strategen zu viel – auch deswegen liegen die Gespräche derzeit auf Eis.
„Wir würden gerne mit Konni verlängern. Es gab Gespräche, aber momentan ruht es und das ist auch nicht schlimm, ohne Groll und ohne Böses“, sagte Sportvorstand Max Eberl am Montagnachmittag auf Nachfrage von SPORT1.
In den vergangenen Wochen hatten sowohl Klub-Patron Uli Hoeneß als auch Ex-CEO Karl-Heinz Rummenigge und Eberl selbst angekündigt, dass man bei akuter Gier einem Spieler und dessen Beratern auch mal die Tür vor der Nase zuschlagen werde.
Ein solcher Schritt scheint im Fall Laimer mittlerweile möglich – dann könnte es um den Österreicher richtig laut werden. Die Diskussion ist jedenfalls bereits jetzt in der Welt – und Stanisic wäre dann der alleinige stille Held der Münchner.