Geschäftsführer Horst Heldt hat sichtlich angefressen auf die am Ende deutliche Pleite von Union Berlin beim FC Bayern reagiert.
Horst Heldt lässt nach FC-Bayern-Spiel aufhorchen: "Besprechen wir intern"
Heldt nach Pleite angefressen
„So kannst du natürlich nicht auftreten. In allen Belangen waren wir unterlegen. Deswegen haben wir auch in der Höhe absolut verdient verloren. Ehrlicherweise können wir froh sein, dass wir nicht noch mehr Tore bekommen haben“, sagte Heldt nach der 0:4-Niederlage in München bei Sky.
Die Probleme der Eisernen mit dem Ball blieben Heldt nicht verborgen. „Es ist immer schwierig hier. Man versucht immer, verschiedene Strategien an den Tag zu legen, wenn man gegen Bayern spielt. Du kannst dich nicht nur einigeln. Du musst natürlich auch sehen, dass du nach vorne kommst und ein bisschen entlastest.“
Union-Boss Heldt wird deutlich: „So hast du keine Chance“
Insbesondere der Doppelschlag durch Michael Olise (43.) und Serge Gnabry (45.+1) kurz vor der Pause und dann der dritte Treffer der Bayern unmittelbar nach dem Seitenwechsel durch Harry Kane (49.) ärgerte Heldt maßlos. Mit Gnabrys zweitem Treffer (67.) war die Partie ohnehin entschieden.
„Grundsätzlich: Wir wissen, gegen wen wir spielen, aber das ist zu einfach gewesen. Die Tore sind zu einfach gewesen. Wir haben Glück gehabt, dass wir hier nur vier bekommen haben. So hast du keine Chance“, sagte Heldt.
In der nun anstehenden Länderspielpause kündigte der Union-Boss eine Aufarbeitung an. „Wir müssen natürlich akribisch schauen, was wir nicht gut gemacht haben. Und das war eine Menge, was wir nicht gut gemacht haben.“
Heldt blockt Reporterfragen ab: „Macht keinen Sinn“
Auf Nachfrage von Reporter Michael Leopold, ob er noch ins Detail gehen wolle, sagte Heldt: „Ne, das macht keinen Sinn. Ich hoffe, ihr habt Verständnis, dass das erstmal intern besprochen werden muss. Gegen keinen Gegner kann man so auftreten, wie wir heute aufgetreten sind.“
Auch das letzte Nachhaken, was ihn denn am meisten geärgert habe, blockte Heldt ab: „Einige Sachen. Aber das besprechen wir intern.“
Zwar verschaffte sich Union mit dem 1:0-Sieg am vergangenen Sonntag beim SC Freiburg etwas Luft zum Tabellenkeller. Doch der Blick des Tabellenzehnten geht weiterhin nach unten. Nach der Länderspielpause stehen Schlüsselspiele gegen die Kellerkinder St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg auf dem Programm.