Als Christoph Freund nach dem Spiel des FC Bayern gegen Union Berlin von SPORT1 nach Josip Stanisic gefragt wurde, musste er schmunzeln. Dass die Frage nach dem 25-Jährigen kommen würde, war klar – schließlich gehörte „Stani“ mal wieder zu den besten Spielern auf dem Feld. Entsprechend euphorisch zeigte sich der Sportdirektor: „Es ist der beste Stani, den wir aktuell sehen und den es je gegeben hat.“
FC Bayern: Diesen Stempel ist er los
Diesen Stempel ist er los
Große Worte über einen Spieler, dessen Spielweise lange als eher bieder galt. Seriös, zuverlässig, aber für die Zaubereien und die absolute Dynamik waren andere zuständig. Doch das hat sich geändert: Stanisic sucht immer häufiger den Weg nach vorne – gerade im Spiel beim BVB oder daheim gegen Union wusste er zu überzeugen. Mittlerweile stürmt er fast schon.
Stanisic beim FC Bayern schneller als Olise
Zudem sollte man ihn in puncto Schnelligkeit nicht mehr unterschätzen. Trotz einer Größe von 186 Zentimetern legt er Speed-Werte von bis zu 34,12 km/h auf den Platz – schneller als Michael Olise und nur knapp hinter Luis Díaz.
Sein größter Trumpf ist allerdings seine Vielseitigkeit. Freund: „Er spielt sehr viele Minuten, hat einen Super-Rhythmus und ist extrem fit. Obendrein kann er natürlich auf mehreren Positionen spielen.“
Beim FC Bayern könnte ein wahrer Konkurrenzkampf entbrennen
Fakt ist jedoch: Laut SPORT1-Informationen sieht sich Stanisic in erster Linie auf der Position des Rechtsverteidigers – und hat das intern bereits hinterlegt. Es ist seine fußballerische Heimat – Flexibilität hin oder her. Ein Punkt, der in Bezug auf Konrad Laimer und dessen Vertragsverhandlungen durchaus interessant ist.
Speziell nach einer Rückkehr von dem auf links gesetzten Alphonso Davies könnte auf rechts ein wahrer Konkurrenzkampf entbrennen und die Bayern-Bosse könnten zu der Erkenntnis kommen, dass man auf den in Zukunft womöglich sehr teuren Laimer verzichten könnte. Zudem gilt Noel Aseko ab Sommer als Rechtsverteidiger-Backup (SPORT1 berichtete).
Dass Stanisic sich selbst noch nicht am Ende seiner Entwicklung sieht, beweist auch der Eindruck, den Freund von ihm hat: „Er arbeitet sehr, sehr hart an sich und ist sehr ehrgeizig. Er hat hohe Ansprüche an sich“, sagt der Sportdirektor. Es ist jene Haltung, die ihn für die Bayern so wertvoll macht.