Personal-Entscheidung bei Borussia Mönchengladbach. Rocco Reitz, seines Zeichens Vize-Kapitän des Klubs, verlässt die Fohlen und schließt sich zur kommenden Saison RB Leipzig an. Das gaben beide Klubs offiziell bekannt.
Gladbach verkündet umstrittenen Transfer
Gladbach verkündet Reitz-Transfer
Der 23-Jährige, der eigentlich noch bis 2028 an die Gladbacher gebunden war, unterzeichnet bei den Leipzigern einen Kontrakt bis 2031.
Die Borussia erhält laut Sky 20 Millionen Euro garantierte Ablöse, dazu rund drei weitere Millionen an möglichen Bonuszahlungen. „Die Ablösesumme, die wir für Rocco erhalten werden, ist die höchste, die Borussia je für einen selbst ausgebildeten Spieler generieren konnte“, wird Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder in der Mitteilung zitiert.
Ur-Gladbacher Reitz galt als Identifikationsfigur
Der Transfer von Reitz, der in dieser Saison regelmäßig als stellvertretender Spielführer auflief und seit der F-Jugend bei den Fohlen spielt, war in den vergangenen Tagen von Anhängern des Klubs durchaus kritisch betrachtet worden.
Reitz, der seit seiner Geburt Mitglied bei Gladbach ist, spielte - abgesehen von einer Leihe zu dem belgischen Klub VV St. Truiden - stets für seinen Jugendklub. Nun folgt ein neues Kapitel.
Reitz kann Unmut der Fans nachvollziehen
„Natürlich kann ich verstehen, dass der eine oder andere meinen Entschluss, den Verein zu verlassen, nicht nachvollziehen kann. Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen“, lässt der zukünftige Leipziger in der Mitteilung der Fohlen verlauten. In der Verkündung der Leipziger kommt er nicht zu Wort.
Leipzigs Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer schwärmt von der Neuverpflichtung. „Rocco Reitz war unser absoluter Wunschspieler für das zentrale Mittelfeld. Daher freuen wir uns sehr, dass der Transfer geklappt und sich die langfristigen Bemühungen gelohnt haben", wird Schäfer zitiert. „Hervorheben kann man sicher die stets transparenten und fairen Verhandlungen mit allen Beteiligten.“