Eine Ballberührung war ihm bei seinem Jubiläum nicht vergönnt, nach nicht einmal einer Minute war für Julian Brandt schon wieder alles vorbei. Seinen 300. Einsatz für Borussia Dortmund hatte sich der 29-Jährige sicher anders vorgestellt, und selbst Trainer Niko Kovac bat um Entschuldigung. „Das tut mir persönlich sehr weh und leid“, sagte der Trainer nach dem 3:2 (0:2) gegen den Hamburger SV.
Lob für Jubilar Brandt: "Eine große Karriere"
Kovac entschuldigt sich bei Brandt
Dort war Brandt wenige Sekunden vor Schluss eingewechselt worden. „Ich hatte vor, ihn 20 Minuten eher zu bringen“, gab Kovac zu. Doch der BVB hatte gerade „Schwung“ aufgenommen, und „den wollte ich nicht unterbrechen“ – also musste der Jubilar warten. In der Kabine habe Kovac später noch ein paar warme Worte an Brandt gerichtet, berichtete Sportdirektor Sebastian Kehl.
Auch die Mannschaft habe sich „mit Applaus bei Jule bedankt“, verriet Kehl und fügte scherzhaft an: „300 Spiele für Borussia Dortmund sind eine Hausnummer. Ich habe ein paar mehr geschafft (Kehl absolvierte 362 Pflichtspiele für den BVB; Anm. d. Red.), aber das ist natürlich trotzdem eine großartige Leistung. Vielleicht war es nicht optimal, so kurz zu spielen. Aber die Partie war am Ende sehr hektisch und wild. Ich glaube, Jule hat das verstanden.“
Brandt verlässt den BVB am Saisonende
Dass Brandt den BVB mit Auslaufen seines Vertrags im Sommer verlässt, ist bereits bekannt. „Man kann Großes über Julian Brandt sagen“, lobte Kovac: „Er hat 300 Spiele für den BVB gespielt, zig Tore erzielt und vorbereitet.“ Der Offensivspieler habe eine „große Karriere für einen sehr, sehr großen Klub“ hingelegt.
„Was der Jule als Mensch an den Tag legt, ist einzigartig“, sagte der BVB-Trainer: „Ich hoffe, dass er in den nächsten sieben Spielen noch sehr viel mehr Zeit bekommt.“
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)