Mit Roman Weidenfeller hat sich eine BVB-Legende und ein langjähriger Weggefährte von Sebastian Kehl zu dessen überraschendem Aus als Sportdirektor von Borussia Dortmund zu Wort gemeldet.
Nach Kehl-Aus: Lobeslied von BVB-Ikone
BVB-Legende singt Loblied auf Kehl
Im BVB-Talk „Brinkhoff’s Ballgeflüster“ schwelgte der ehemalige Torhüter in Erinnerungen und fand ausschließlich lobende Worte für seinen ehemaligen Mitspieler.
BVB-Ikone erinnert an Pokalsieg und Champions-League-Finale
„Das Erbe von Sebastian Kehl ist sehr groß“, ordnete der Weltmeister von 2014 die Fußstapfen ein, in die nun Nils-Ole Book treten wird. Er kam von der SV Elversberg zum BVB.
Die Kritik an Kehl, er habe den Kader kaum weiterentwickelt und die Transferphasen seien unter seiner Leitung eher unglücklich verlaufen, kann Weidenfeller kaum nachvollziehen.
„Unter seiner Zunft ist der BVB noch einmal Pokalsieger geworden. Wir haben noch einmal das Champions-League-Finale erreicht. Er hat einige gute Verpflichtungen getätigt und auch einige teure Verkäufe gemacht“, fasste der frühere BVB-Keeper die Erfolge von Kehl als Sportdirektor in den vergangenen Jahren zusammen. „Er hat als Spieler und als Trainer jeden Tag alles darangesetzt, dass Borussia Dortmund weiter nach vorne kommt.“
Das ging sogar so weit, dass die beiden Freunde, die mit dem BVB in den Saisons 2010/11 und 2011/12 zwei Meisterschaften zusammen feiern konnten, kaum noch Zeit miteinander verbrachten.
BVB: Weidenfeller schwelgt in Erinnerungen
„Sebastian hat 24 Jahre lang alles für diesen Verein gegeben und jeden Tag wirklich hart gearbeitet. Ich habe ihn in den letzten Jahren kaum gesehen, obwohl wir wirklich gut befreundet sind“, erzählte der 45-Jährige.
Diese Freundschaft wurzelt in zahlreichen gemeinsamen Erinnerungen. „Wir sind damals als Jugendliche gemeinsam mit dem Zug durch Deutschland gefragt und haben davon geträumt, irgendwann mal Profis zu werden.“
„Wir haben dann das große Glück gehabt, gemeinsam bei Borussia Dortmund zu spielen. Wir haben große Erfolge gefeiert und auch die ein oder andere Niederlage gemeinsam eingesteckt, die uns aber noch mehr zusammengebracht hat“, beschreibt Weidenfeller sein besonderes Verhältnis zu seinem langjährigen Kapitän bei den Schwarz-Gelben.