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Deutsche Revolution perfekt! Eberl war dagegen

Revolution perfekt! Eberl war dagegen

Zur kommenden Saison wird eine neue Liga eingeführt. Der Modus und weitere Details sind jedoch gewöhnungsbedürftig.
Der Sportvorstand des FC Bayern München, Max Eberl, bezieht Stellung zu der Diskussion um die Berater-Rollen und mahnt, dass alle zusammen arbeiten müssen, damit hier gute Lösungen entstehen können.
Zur kommenden Saison wird eine neue Liga eingeführt. Der Modus und weitere Details sind jedoch gewöhnungsbedürftig.

In Deutschland wird ab der kommenden Saison eine weitere landesweite Liga eingeführt. Auf der DFL-Mitgliederversammlung am Dienstag stimmten die Klubs ohne Gegenstimme für die Einführung einer U21-Liga ab der Spielzeit 2026/27.

Ziel des neuen Wettbewerbs sei es, „zusätzliche qualitativ hochwertige Spielzeit für Top-Talente im Übergangsbereich auf Wettbewerbsniveau zu ermöglichen sowie die Ausbildungszeit der Talente zu verlängern“, heißt es in einer Pressemitteilung der DFL.

Damit soll den Nachwuchsspielern eine zusätzliche Ebene im Übergang aus dem Nachwuchs- in den Erwachsenenfußball geboten werden. Dieser „strukturierte Zwischenschritt“ fehle bislang im Übergang zum Profibereich. Die Altersuntergrenze soll bei 16, die -Obergrenze bei 21 Jahren liegen.

Auch Jürgen Klopp wirkte bei Einführung der U21-Liga mit

Mit der Einführung der Liga folgt die DFL-Mitgliederversammlung der Empfehlung einer Expertengruppe, in der namhafte Persönlichkeiten des deutschen Fußballs mitgewirkt haben.

Jürgen Klopp gehörte dem Gremium ebenso an wie Markus Krösche, Andreas Rettig oder Sami Khedira.

Es gab im Vorfeld der Entscheidung aber auch prominente Stimmen, die sich gegen die Einführung der neuen Liga ausgesprochen hatten. So war zum Beispiel Bayern Münchens Sportvorstand kein Fan der Idee.

Schon vor einigen Monaten hatte er sich ablehnend geäußert. Er sieht in der aktuellen Lösung - die Bayern sind mit einer U23-Mannschaft in der Regionalliga vertreten - den besten Ansatz.

Eberl erkannte wenig Sinn in der Revolution

„Ich glaube, dass Männerfußball den Jungs sehr guttut“, sagte Eberl im Oktober. Bei einer U21-Liga habe seiner Meinung nach nur den Effekt, dass „wieder die Gleichen gegeneinander spielen“.

Zum Einsatz könnten womöglich vor allem die Spieler kommen, die nicht regelmäßig in der ersten Mannschaft oder aber der U19 auflaufen: „Und damit sind schon wieder nicht die gefördert, die es eigentlich sein sollten.“ Letztlich stimmten aber auch die Bayern für Veränderung - ob sie tatsächlich teilnehmen, ist noch nicht bekannt.

Teilnahmeberechtigt an der neuen Liga sind alle 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga. Allerdings darf jeder Klub selbst entscheiden, ob er eine Mannschaft in diese neue Liga entsendet.

Auf die bestehenden zweiten Mannschaften hat die neue Liga keinen Einfluss. Sie werden nicht ausgegliedert. „Des Weiteren gibt es auch keine Verflechtungen mit der auf DFB-Ebene diskutierten Regionalliga-Reform“, hieß es von der DFL.

U21-Liga unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Teams sollen ganzjährig in zwei eigenständigen Halbserien gegeneinander antreten, wobei nicht jeder gegen jeden spielt, sondern pro Halbserie zwischen drei und sechs Spiele absolviert werden.

Während die Liga-Phase unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll, um den organisatorischen und finanziellen Aufwand für die Klubs so gering wie möglich zu halten, könnte das anschließende Finalturnier vor Zuschauern ausgetragen werden.

Klopp ist schon länger ein Befürworter der U21-Liga und hatte im Oktober 2025 im kicker gesagt: „Ich bin absolut davon überzeugt, dass uns eine eigene U-21-Liga helfen würde.“

Der heutige Head of Global Soccer bei Red Bull kennt das Modell einer eigenen Nachwuchsliga aus England. In der Premier League 2 treten seit 2022 U21-Teams der Profi-Klubs gegeneinander an. In dieser Saison sind 29 Mannschaften mit dabei.