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Bundesliga-Coach gibt Wut-Interview - und bereut es wenig später

Blessin bereut Wut-Interview

Der FC St. Pauli verpasst gegen den FC Freiburg den Sieg und die Chance, von den Abstiegsrängen zu klettern. Alexander Blessin wütet nach der Partie - kurz darauf kommen andere Töne.
Nachdem St. Paulis Trainer Alexander Blessin nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Freiburg den Schiedsrichters als "respektlos" bezeichnet hatte, nimmt er die Aussage in der PK zurück.
Der FC St. Pauli verpasst gegen den FC Freiburg den Sieg und die Chance, von den Abstiegsrängen zu klettern. Alexander Blessin wütet nach der Partie - kurz darauf kommen andere Töne.

Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst: Der FC St. Pauli verlor gegen die Europapokal-Helden des SC Freiburg am Sonntagabend mit 1:2 (1:0) und bleibt in der Bundesliga auf dem Relegationsplatz 16.

Der frühere St. Paulianer Igor Matanovic traf doppelt (65., 78.) für die Breisgauer, die nach ihrem Höhenflug des Viertelfinal-Einzugs in der Europa League (5:1 gegen Genk) auch in der Liga ihre Schwächephase nach drei Partien ohne Sieg abstreiften. Die Hamburger verpassten es trotz der Führung durch Danel Sinani (24.) dagegen, aus der Abstiegszone zu klettern, und bleiben in großer Gefahr.

Nach der Partie wütete St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin und ging bei DAZN auf Schiedsrichter Florian Badstübner los: „Wir haben nicht gegen elf Mann gespielt, sondern gegen zwölf – und das war der Schiedsrichter“, begann er seine Wutrede.

Blessin bereut Wut-Auftritt bei DAZN wenig später

„Wenn mir ein Schiedsrichter die Gelbe Karte gibt und dann höhnisch anlächelt – das finde ich respektlos. Auch, wenn ich emotional draußen bin. Es waren drei Entscheidungen vor dem ersten Tor, wo er weiterspielen lässt. Genau aus solchen Gründen kann ein Spiel kippen“, ergänzte er.

Auf der Pressekonferenz auf seine Aussage angesprochen entschuldigte sich Blessin für seine harte Wortwahl unmittelbar nach Abpfiff: „Die Aussage, die ich bei DAZN getätigt habe, war nicht clever. Es ist aus der Emotion heraus passiert, das muss man mir zugestehen. Hier geht es um extrem viel“, sagte der Trainer.

Bundesliga: Besondere Partie für Grifo

Vor dem Panorama des drehenden Riesenrads des Frühlingsdoms auf dem Heiligengeistfeld lieferten sich beide Mannschaften eine temporeiche Partie. St. Pauli bewies erneut in vielen Phasen seine Power vor eigenem Publikum. Die Gäste um den Klub-Rekordtorschützen Vincenzo Grifo hielten drei Tage nach ihrer Heldentat energisch dagegen.

Auch in Hamburg war es für Grifo eine besondere Partie – sein 300. Bundesliga-Spiel für Freiburg, Hoffenheim und Mönchengladbach. Entsprechend motiviert trieb der Italiener den SC, der auch im Halbfinale des DFB-Pokals steht, an.

St. Pauli, von den Fans lautstark und mit Pyro schon am Bus empfangen, war aber zu Beginn besser drin. Die Elf von Alexander Blessin war griffig in den Zweikämpfen, mutig, spielte zunächst aber noch etwas zu kompliziert in Richtung des Tores von Noah Atubolu. Doch die Gastgeber blieben auch nach einem gefährlichen Abschluss von Grifo (19.) mit viel Energie dran und verdienten sich den ersten Treffer.

Schon vor dem Pausenpfiff wurde Freiburg aktiver und legte nach dem Wechsel noch einmal zu. Matanovic hatte aus der Drehung die erste Chance (52.) nach dem Seitenwechsel, der quirlige Yuito Suzuki verzog danach nach feiner Körpertäuschung (56.). Die Gastgeber, die in Suzukis Landsmann Joel Fujita einen emsigen Taktgeber hatten, stemmten sich gegen die Freiburger Bemühungen und suchten immer wieder Entlastung bei ihren Vorstößen.

Doch die Gäste bewiesen ihre individuelle Klasse und jubelten kurz nach einem wegen Abseits aberkannten Treffer Cyriaque Irié (74.) dann doch.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)