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Schiedsrichter-Legende fordert, dass der VAR abgeschafft wird

Meier fordert VAR-Abschaffung

Urs Meier vertritt eine klare Meinung zum Video Assistant Referee (VAR). Besonders eine Entwicklung stimmt die Schiedsrichter-Legende nachdenklich. Auch zur Kritik von Bayern-Patron Uli Hoeneß äußert sich der Schweizer.
Josip Stanisic und Joshua Kimmich zeigen sich nach dem Remis gegen Leverkusen erzürnt über den VAR - und sind der Meinung, die Partie wäre ohne den Kölner Keller anders ausgegangen.
Urs Meier vertritt eine klare Meinung zum Video Assistant Referee (VAR). Besonders eine Entwicklung stimmt die Schiedsrichter-Legende nachdenklich. Auch zur Kritik von Bayern-Patron Uli Hoeneß äußert sich der Schweizer.

Schiedsrichter-Legende Urs Meier hat sich für die Abschaffung des Video Assistant Referee (VAR) ausgesprochen.

„Das wünsche auch ich mir schon lange. Die Zahl der VAR-Eingriffe steigt ständig. Ursprünglich war der Videobeweis für klare Fehlentscheidungen gedacht“, bemängelte der 67-Jährige im Interview mit ran.

Meier reagiert auf Kritik von Uli Hoeneß

Meier hielt fest, dass die UEFA eigentlich wieder zurück zu dieser ursprünglichen Idee wolle, während die FIFA eher noch weitere Eingriffe ermögliche. „Das halte ich für den falschen Weg“, betonte der frühere Top-Schiedsrichter.

Auch zu der überdeutlichen Kritik von Uli Hoeneß an den Leistungen von Schiedsrichter Christian Dingert in Münchens Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen (1:1), vertritt Meier eine klare Meinung.

„Uli Hoeneß hat in der Vergangenheit öfter Druck auf Schiedsrichter ausgeübt, auch wenn es in den letzten Jahren deutlich ruhiger geworden war. Wenn man sich die einzelnen Szenen anschaut, muss man fragen: Wo hatte der Schiedsrichter überhaupt großen Spielraum?“, fragte Meier.

Meier kritisiert Handspielregelung

Im selben Atemzug nannte der Schiedsrichter-Experte die aktuelle Ausarbeitung der Handspielregelung.

„Wenn unmittelbar vor einem Tor ein Handspiel eines Angreifers passiert, ist das strafbar. Ich sage schon seit ihrer Einführung, dass sie keinen Sinn ergibt. Sie ist auch unfair, weil ein Angreifer in dieser Situation automatisch bestraft wird, während bei Verteidigern wieder über Absicht oder Fahrlässigkeit diskutiert wird“, erklärte Meier.