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"Schritt zurück": Werders Abstiegsangst wächst

Werders Abstiegsangst wächst

Werder Bremen kassiert den nächsten Rückschlag. Im Kampf um den Klassenerhalt kommt es auf die nächsten Wochen an.
Paul Nebel erzielt beim Auswärtsspiel des FSV Mainz 05 bei Werder Bremen das frühe Führungstor durch einen Flugkopfball. Sein Trainer, Urs Fischer, ist hellauf begeistert.
Werder Bremen kassiert den nächsten Rückschlag. Im Kampf um den Klassenerhalt kommt es auf die nächsten Wochen an.

Es war die große Chance auf den Befreiungsschlag, doch Werder Bremen ließ sie ungenutzt und muss im Bundesliga-Abstiegskampf weiter bangen. „Ich bin ein bisschen enttäuscht von unserer Vorstellung“, sagte Trainer Daniel Thioune nach dem bitteren 0:2 (0:1) gegen den direkten Konkurrenten FSV Mainz 05: „Gerade zu Hause haben wir vor zwei Wochen schon ein ganz anderes Bild abgegeben, was die Intensität und die Energie betrifft, um dieses Stadion zu bekommen.“

Mit dem dritten Sieg in Folge hätten die Bremer sich ein Vier-Punkte-Polster auf den Relegationsrang erarbeiten können, nun aber ist die Abstiegsangst zurück an der Weser. „Wir müssen geduldig bleiben. Es ist ein Rennen, ein Marathon bis zum letzten Spieltag“, mahnte Thioune und attestierte seiner Mannschaft „einen Schritt zurück“, aus dem es nun die richtigen Schlüsse zu ziehen gelte.

Bremen gegen Wolfsburg gefordert

„Es wird bis zum Ende gehen, aber das wussten wir auch nach den zwei Siegen“, sagte auch Leonardo Bittencourt: „Da gehören solche Rückschläge dazu. Das heißt es abzuschütteln, denn gegen Wolfsburg wird es nicht einfacher. Wenn man sich den Kader anschaut, ist das eine sehr gute Mannschaft.“

Die Wochen der Wahrheit gehen für die Bremer in der Tat nahtlos weiter. Nach dem Duell mit dem VfL Wolfsburg am Samstag (ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) wartet zunächst Europokalanwärter RB Leipzig, anschließend stehen die nächsten beiden Partien gegen direkte Konkurrenten im Keller an: Erst gegen den 1. FC Köln, dann im Nordderby gegen den Hamburger SV. Verzichten muss Werder in Wolfsburg auf Topspieler Jens Stage, der gegen Mainz die fünfte Gelbe Karte sah.