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Diese Worte gegen den FC Bayern haben es in sich

Union-Boss schimpft über Bayern

Horst Heldt teilt gegen den FC Bayern aus. Das Ausmaß der Schiedsrichterkritik sei „nicht in Ordnung“. Dem Union-Boss schwant Übles. Auch weitere Fußball-Größen wie Lothar Matthäus äußern sich.
Lothar Matthäus äußert sich zu den Diskussionen um die Schiedsrichterleistung in der Partie zwischen Leverkusen und dem FC Bayern. Die scharfe Kritik der Bayern-Riege um Uli Hoeneß kann er nicht nachvollziehen.
Horst Heldt teilt gegen den FC Bayern aus. Das Ausmaß der Schiedsrichterkritik sei „nicht in Ordnung“. Dem Union-Boss schwant Übles. Auch weitere Fußball-Größen wie Lothar Matthäus äußern sich.

Die Schiedsrichterkritik des FC Bayern nach dem wilden 1:1 gegen Bayer Leverkusen schlägt weiter hohe Wellen. Zahlreiche Bosse der Münchener tobten wegen der Entscheidungsfindung von Schiedsrichter Christian Dingert und taten ihren Unmut öffentlich kund.

Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball bei Union Berlin, gastiert am Samstag mit den Eisernen in München. Dem Vereinsboss schwant Übles: „Das ist einfach gegenüber den anderen Wettbewerbern auch nicht in Ordnung. So ein Ausmaß. Und wir sind die Leidtragenden. Wir werden nächste Woche die Leidtragenden sein. Und das ist nicht in Ordnung“, sagte Heldt am Montagabend in der Sendung „Triple“ bei Sky.

Auch Matthäus widerspricht Bayern

„Das hat einfach einen anderen Aufschlag, wenn Bayern sich öffentlich zu solchen Themen äußert. Es gibt immer Situationen, in denen sich Vereine über Entscheidungen ein Stück weit aufregen. Da kann ich mich auch nicht rausnehmen. Aber das, was da gerade stattfindet, ist kein Vergleich. Das nächste Schiedsrichtergespann beim nächsten Spiel, Prost Mahlzeit“, blickte Heldt voraus.

Auch Lothar Matthäus äußerte sich am Montag zum Bayern-Ärger.

„Ich muss eins sagen: Wir diskutieren jede Woche. Dieses Mal waren es die Bayern, eine Woche zuvor waren es die Kölner. Es sind meistens die, die mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden sind“, sagte der Rekordnationalspieler auf SPORT1-Nachfrage am Rande der Kinopremiere von „Ein Sommer in Italien“: „Andererseits habe ich bei dem Spiel in Leverkusen nicht so viele grobe Fehlentscheidungen gesehen wie zum Beispiel die oberste Riege des FC Bayern.“

Stefan Reuter, Ex-Manager des FC Augsburg, befand auf SPORT1-Nachfrage: „Man sieht es oft aus seiner eigenen Sicht. Man relativiert im Nachgang vielleicht das ein oder andere. Sie haben eine komfortable Situation in der Liga und wenn sie so reagieren, dann zeigt es nur, dass sie voll dabei sind. Du lebst es und siehst auch nicht alles ganz objektiv.“

Heldt kann Protest der Bayern nicht nachvollziehen

Grundsätzlich könnten die Bayern „sich mit Sicherheit nicht beschweren“, ergänzte Heldt. Der ehemalige Bundesliga-Profi verwies auf die Gelb-Rote Karte von Luis Díaz, wegen der die Bayern sogar Protest eingelegt hatten. Dingert räumte anschließend sogar einen Fehler ein. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wies das Ansinnen der Münchner allerdings als „unbegründet“ zurück.

„Ich kann nur sagen, dass ich das nicht in Ordnung finde, eine Gelb-Rote Karte infrage zu stellen. Jeder weiß, dass es eine Tatsachenentscheidung ist. Das ist nicht in Ordnung“, wurde Heldt deutlich.

„Sie müssen hin und wieder ihrer Verantwortung gerecht werden“

Schließlich hatte Union beim 1:4 gegen Werder Bremen auch einen umstrittenen Platzverweis hinnehmen müssen (András Schäfer, glatt Rot, 19.). „Da waren wir anderer Ansicht. Das habt ihr wahrscheinlich gar nicht mitbekommen, dass wir eine Rote Karte bekommen haben. Das will ich damit sagen“, meinte der 56-Jährige.

Der ehemalige Sportdirektor des VfB Stuttgart verwies darauf, dass es für das nächste Schiedsrichtergespann sicherlich „nicht einfach“ werde. „Und das muss Bayern eigentlich wissen. Sie haben in den letzten Jahren so viel richtig gemacht, deswegen stehen sie da, wo sie stehen. Aber sie müssen hin und wieder auch ihrer Verantwortung gerecht werden“, lautete sein Appell.