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Was für Laimer zum Problem werden kann

Neue Entwicklungen bei Laimer

Konrad Laimers Vertrag beim FC Bayern läuft erst im Sommer 2027 aus, trotzdem soll bereits jetzt eine Verlängerung her. Doch es gibt Fallstricke, die beide Seiten beachten müssen.
Konrad Laimer und der FC Bayern München haben über einen neuen Vertrag verhandelt. Die Verhandlungen mit dem Österreicher sind aber ins Stocken geraten.
Konrad Laimers Vertrag beim FC Bayern läuft erst im Sommer 2027 aus, trotzdem soll bereits jetzt eine Verlängerung her. Doch es gibt Fallstricke, die beide Seiten beachten müssen.

Er ist einer der Dauerbrenner beim FC Bayern: Konrad Laimer spielt fast immer. Eine Entwicklung, mit der nicht unbedingt jeder in München gerechnet hatte. Schließlich war er bei seiner Verpflichtung im Jahr 2023 explizit für die Sechserposition geholt worden. Ein Ort, wo der Konkurrenzkampf als brutal galt – angesichts der Tatsache, dass dort Joshua Kimmich und Leon Goretzka daheim waren.

Dass Laimer zudem vor allem als Transfer von Julian Nagelsmann galt, dieser aber noch vor der Ankunft des Österreichers sein Amt als Cheftrainer verlor, machte die Situation nicht leichter.

Jetzt stehen die Dinge anders. Die Bayern wollen unbedingt mit Laimer verlängern, seine Flexibilität wird an der Säbener Straße enorm geschätzt. Doch der 28-Jährige zögert, will deutlich mehr Geld und hält seinen Arbeitgeber vorerst hin. „Es gab Gespräche, aber momentan ruht es, und das ist auch nicht schlimm, ohne Groll und ohne Böses“, sagte Eberl vor gut zwei Wochen auf SPORT1-Nachfrage.

Laimers Forderungen zu „frech“?

Bei allem Ansehen, das Laimer genießt, befindet er sich dennoch in Gefahr. Hinter den Kulissen gibt es einflussreiche Stimmen, die ihm nicht das gewünschte Gehalt zahlen wollen. Es ist sogar die Rede davon, die Forderungen seien „frech“. Gut möglich also, dass der Österreicher das Wörtchen „Nein“ zu hören bekommt – ähnlich wie es Leroy Sané im vergangenen Sommer passiert ist.

In der bayerischen Führungsriege ist man der Meinung, dass so manche Absage der Außenwirkung guttut und die Verhältnisse ordnet. Zur Erinnerung: Jüngst hatte Klub-Patron Uli Hoeneß via Bild zu gierigen Beratern quasi den Krieg erklärt.

Bayern auf Außenverteidigersuche

Was den Fall Laimer so spannend macht, sind die Maßnahmen, die die Klub-Strategen derzeit anschieben. Josip Stanisic ist aktuell ein großer Leistungsträger, Noel Aseko wird zurückkehren und ein fitter Alphonso Davies gilt immer als gesetzt.

Obendrein suchen die Bayern laut SPORT1-Infos noch einen weiteren Außenverteidiger – von Optionen wie Tom Bischof und Hiroki Ito kann der Verein ebenso profitieren. Laimer könnte seine (Verhandlungs-)Position also nur mit einem klaren Bekenntnis zum FC Bayern und für die Bosse nachvollziehbare Gehaltsforderungen verbessern.

Eberls Ruf darf sich nicht verfestigen

Obendrein haben der Österreicher und seine Agentur einen Verhandlungspartner vor sich, der immer unter Beobachtung durch den mächtigen Aufsichtsrat steht: Max Eberl. Sein Schicksal und das von Laimer hängen durchaus zusammen.

Der Sportvorstand kann es sich in der internen Wahrnehmung eigentlich nicht leisten, einen zu teuren Deal abzuschließen. Sein Ruf als etwas zu freigiebiger Chef-Verhandler würde sich manifestieren. Das kann der 52-Jährige derzeit weder wollen noch gebrauchen – schließlich kämpft er selbst aktuell um eine Vertragsverlängerung. Eine harte Linie gegen Laimer könnte Eberl helfen, sich Respekt durch Hoeneß & Co. zu verdienen.