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Gladbach-Juwel Mohya wandelt auf Moukokos Spuren

Gladbach-Juwel auf Moukokos Spuren

Die Mannschaft von Eugen Polanski muss sich gegen Schlusslicht Heidenheim mit einem Punkt begnügen. Youngster Wael Mohya wandelt auf den Spuren von Youssoufa Moukoko.
Wael Mohya bejubelt seinen Treffer
Wael Mohya bejubelt seinen Treffer
© IMAGO/Maximilian Koch
Die Mannschaft von Eugen Polanski muss sich gegen Schlusslicht Heidenheim mit einem Punkt begnügen. Youngster Wael Mohya wandelt auf den Spuren von Youssoufa Moukoko.

Borussia Mönchengladbach hat den dritten Heimsieg in Serie und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt verpasst. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski kam gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus. Am Sonntag könnte das Polster auf den Relegationsplatz 16 auf drei Punkte schmelzen.

Der erst 17 Jahre alte Youngster Wael Mohya brachte die Gladbacher mit seinem ersten Heimtreffer in Führung (16.). Insgesamt war es schon sein zweites Bundesliga-Tor.

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Nur der ehemalige BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko war laut Datenanbieter Opta bei seinem zweiten Bundesliga-Tor jünger als der Gladbacher (16 Jahre, 2 Monate und 17 Tage).

Franck Honorat (74.) verhinderte immerhin die Niederlage. Kapitän Patrick Mainka (26.) und Marnon Busch (64.) hatten die Begegnung zwischenzeitlich für Heidenheim gedreht, die Gäste warten nun aber seit 15 Ligaspielen in Serie auf einen Sieg.

Ramaj patzt – Mohya bedankt sich

Polanski gönnte Toptorjäger Haris Tabakovic eine Pause. Nach der erfolgreichen WM-Qualifikation mit Bosnien und Herzegowina – inklusive langer Partynacht im Anschluss – saß der Stürmer zunächst auf der Bank, dafür begann Shuto Machino in der Spitze.

Die Gladbacher übernahmen die Spielkontrolle, ließen Ball und Gegner laufen – und luden die Gäste früh zu einer Großchance ein. Nach einem Fehlpass von Honorat konterte Heidenheim, den Schuss aus zentraler Position von Eren Dinkci blockte Rocco Reitz gerade rechtzeitig (7.).

Das Heimteam versuchte es vermehrt über den linken Flügel, immer wieder stellten Jens Castrop und Mohya die gegnerische Abwehr vor Probleme. So auch nach etwas mehr als einer Viertelstunde: Castrop legte in die Mitte, Shootingstar Mohya erzielte dank kräftiger Mithilfe von Heidenheims Keeper Diant Ramaj sein zweites Saisontor.

Heidenheim bestraft Gladbachs Passivität

Das Schlusslicht versteckte sich keineswegs, suchte immer wieder den Weg nach vorne. Dadurch ergaben sich aber teils riesige Lücken in der Abwehr. Doch weil die Borussia diese nicht konsequent ausnutzte, blieb Heidenheim dran – und Mainka erzielte zehn Minuten nach dem Rückstand per Kopf den Ausgleich.

Trotzdem war der Heidenheimer am Ende nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, wie er bei DAZN mitteilte: „Das waren beides so Kullertore. Bezeichnend vielleicht auch in unserer Lage. Haste Sch**** am Fuß, haste Sch**** am Fuß. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir eigentlich größere Chancen, aber das macht es am Ende nicht schöner.“

Die Gastgeber spielten nun mit dem Feuer, weil sie sich trotz spielerischer Überlegenheit mit leichten Fehlern in Gefahr brachten. Torwart Moritz Nicolas verhinderte mit starken Paraden gegen Mathias Honsak (44.) und Mainka (45.+2) einen Rückstand zur Pause.

In Durchgang zwei plätscherte die Begegnung zunächst vor sich hin. Gladbach wollte, konnte aber nicht – und so wuchs auch die Unzufriedenheit auf den Rängen. Nach dem zweiten Heidenheimer Treffer durch Busch verschlechterte sich die Stimmung weiter. Gladbach war nun total verunsichert, Polanski reagierte und brachte Tabakovic. Kurz darauf sorgte Honorats abgefälschter Schuss für Jubel. Der eingewechselte Tabakovic fand nach dem Spiel deutliche Worte bei DAZN: „Wir müssen froh sein, dass wir in der ersten Halbzeit nicht schon hinten liegen. Gegen Ende haben wir es gar nicht so schlecht gemacht, aber es war zu wenig.“

Gladbach in Leipzig, Heidenheim gegen Union

Am nächsten Spieltag geht es für Gladbach dann zu RB Leipzig. Heidenheim empfängt zu Hause Union Berlin. Für beide Mannschaften wird es weiter um wichtige Punkte im Abstiegskampf gehen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)