Bundesliga>

Bundesliga: Polanski akzeptiert Hass-Banner gegen Reitz

Polanski versteht Banner gegen Reitz

Der bevorstehende Wechsel von Rocco Reitz zu RB Leipzig ärgert die Gladbach-Fans sehr. Das machen sie vor dem Auswärtsspiel in Leipzig mit Bannern im Fanblock deutlich.
Rocco Reitz musste beim Gladbacher Gastspiel in Leipzig einige negative Plakate aufgrund seines anstehenden Wechsels zu RB lesen. Nach der Partie äußert sich Trainer Eugen Polanski dazu.
Der bevorstehende Wechsel von Rocco Reitz zu RB Leipzig ärgert die Gladbach-Fans sehr. Das machen sie vor dem Auswärtsspiel in Leipzig mit Bannern im Fanblock deutlich.

Vor der Bundesliga-Partie zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach (1:0) haben sich die Fans der Fohlen an ihren Kapitän Rocco Reitz gewandt.

Auf einem Banner war zu lesen: „Wer das hier will, darf niemals unser Kapitän sein!“ Damit meinten die Gladbach-Anhänger das Konstrukt RB, welches bei Fans von Traditionsvereinen wie der Borussia verpönt ist.

Auf das Hass-Banner angesprochen stellte Gladbachs Cheftrainer Eugen Polanski klar, dass er die Aktion der Fans völlig in Ordnung finde.

„Das ist freie Meinungsäußerung. Die Fans haben das Recht, so ein Plakat aufzuhängen“, sagte er nach dem 0:1. „Deshalb muss Rocco ein Stück weit damit leben. Es ist alles im Rahmen. Ich habe nichts gesehen, was ich verwerflich finde.“

Pfiffe gegen Reitz

Reitz wechselt im Sommer nach Leipzig. Er hat dort einen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Die Ablösesumme soll Medienberichten zufolge bei über 20 Millionen Euro liegen.

Kurz darauf war noch ein weiteres Banner zu sehen, auf welchem stand: „Keine Akzeptanz für Reitz.“ Zudem wurde der frühere U21-Nationalspieler in den ersten 19 Minuten immer ausgepfiffen, wenn er am Ball war.

Khedira äußert sein Unverständnis

DAZN-Experte Sami Khedira sagte: „Ich verstehe die Fans und die Liebe zum Verein. Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache: Das ist doch völlig legitim, wenn sich der Spieler weiterentwickeln will.“

Der Weltmeister von 2014 fuhr fort: „Der Spieler kann dort Champions League spielen. Jemand, der für Gladbach alles gegeben hat und ein Gladbacher Junge ist, dem wird das nicht gerecht.“