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Köln mit starkem Comeback bei Wagner-Debüt

Köln mit Comeback bei Wagner-Debüt

Der FC kommt nach einem Doppelschlag der Eintracht noch zurück.
Nachdem der 1. FC Köln Lukas Kwasniok freigestellt hat, übernimmt für ihn nun Co-Trainer René Wagner. Die Kölner erhoffen sich durch ihn einen Aufschwung und eine bessere Chance im Abstiegskampf.
Der FC kommt nach einem Doppelschlag der Eintracht noch zurück.

Interimstrainer René Wagner hat bei seinem Debüt mit dem abstiegsbedrohten 1. FC Köln in der Bundesliga einen wichtigen Punkt errungen.

Im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Lukas Kwasniok bewies der FC bei Europapokalaspirant Eintracht Frankfurt große Moral und kam nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 (0:0).

„Es war ein Auf und Ab. Das 2:2 ist super für uns“, sagte Wagner bei DAZN. Keeper Marvin Schwäbe ergänzte: „Es spricht für die Mannschaft, dass wir nach wie vor dran glauben, egal wie wir in Rückstand sind.“

Köln holt 0:2-Rückstand auf

Jakub Kamiński (70.) und Alessio Castro-Montes (83.) glichen für die Kölner aus. Zuvor hatten Jonathan Burkardt (66.) und Arnaud Kalimuendo (69.) Frankfurt in Front gebracht. Auch wenn unter Wagner, der kurz vor der Länderspielpause das Traineramt übernommen hatte, im achten Spiel nacheinander kein Sieg heraussprang, besaß das Remis im Abstiegskampf großen Wert.

Mit 27 Punkten liegt Köln als Tabellen-15. sechs Zähler vor dem VfL Wolfsburg auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Zwei Punkte sind es zum FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz. Die Eintracht von Cheftrainer Albert Riera liegt weiter auf Tabellenplatz sieben, zwei Punkte vor Verfolger SC Freiburg.

Frankfurts Torschütze Burkardt haderte: „Ich weiß nicht, ob wir gedacht haben, das Spiel ist schon durch. Wir haben total unserer Struktur verloren. Das ist so enttäuschend.“

El Mala angeschlagen? „Er war ein bisschen durch“

Wagner spürte vor seiner Premiere am Ostersonntag vor allem „Vorfreude“, wie er bei DAZN sagte: „Die Jungs sind heiß. Viel braucht es nicht mehr von mir, vielleicht einen kleinen Schubser.“ Er setzte wie angekündigt von Beginn an auf Jungstar Said El Mala, der FC täte sich „keinen Gefallen“, den U21-Nationalspieler aktuell nicht aufzustellen, hatte Wagner gesagt.

Das Offensivtalent humpelte bei seiner Auswechslung in der 82. Minute leicht, Trainer Wagner gab aber zunächst Entwarnung: „Ich habe jetzt auch noch nichts gehört. Ich glaube, er hat einfach alles reingehauen und war dann ein bisschen durch.“

Köln verpasst Blitzstart

Die Kölner verpassten nur ganz knapp den Traumstart. Bei einer Anstoßvariante rückten die Frankfurter Verteidiger für einen langen Ball in die Offensive – und Köln konterte. Den Schuss von Kamiński ließ Keeper Michael Zetterer nach vorne abprallen, schmiss sich dann aber stark in den Nachschuss von Ragnar Ache (1.) und verhinderte den Rückstand.

Wachgerüttelt durch die Chance übernahm die Eintracht, bei der 2014er-Weltmeister Mario Götze nach seiner Vertragsverlängerung unter der Woche zunächst auf der Bank saß, die Kontrolle. Ansgar Knauff setzte sich nach starkem Zuspiel von Hugo Larsson im Zweikampf durch, schoss aber knapp vorbei (24.). Auch der auffällige Kalimuendo, der nach einem langen Ball von Oscar Höjlund frei durch war, zielte nicht genau genug.

Einzelaktionen helfen Frankfurt

Die Kölner kamen selten zur Entlastung, entfachten wenn dann aber größere Gefahr als die Gastgeber. Abschlüsse wie der Schlenzer von El Mala (26.) blieben dennoch Ausnahmen. Beim zweiten starken Konter des FC versprang Kamiński im letzten Moment der Ball, Zetterer warf sich erneut dazwischen (41.).

Frankfurt tat sich trotz deutlich mehr Spielkontrolle schwer, wirklich gefährlich zu werden. Es musste eine Einzelaktion helfen. Der eingewechselte Farès Chaibi setzte zum Sololauf an und fand in der Mitte Burkardt, der aus kurzer Distanz einschob. Wenige Minuten später zog Kalimuendo aus dem Hintergrund ab und erhöhte, genau im Gegenzug traf aber auch Kamiński. Castro-Montes belohnte die Gäste für den großen Aufwand.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)