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Verzicht auf Wurst und Bier: Skurriler Fan-Protest gegen RB Leipzig

Skurriler Protest gegen RB Leipzig

Die Fans von Borussia Mönchengladbach planen beim Auswärtsspiel in Leipzig einen ungewöhnlichen Protest. Am Samstag ist Konsumverzicht im Stadion angesagt.
Vor dem Duell gegen RB Leipzig äußert sich Gladbach-Coach Eugen Polanski zu Rocco Reitz’ bevorstehendem Wechsel nach Sachsen. Auch die Einstellung des Mittelfeldmotors ist ein Thema bei seinem Trainer.
Die Fans von Borussia Mönchengladbach planen beim Auswärtsspiel in Leipzig einen ungewöhnlichen Protest. Am Samstag ist Konsumverzicht im Stadion angesagt.


Die Fanszene von Borussia Mönchengladbach hat für das anstehende Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig (Samstag, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) zu einer ungewöhnlichen Protestaktion aufgerufen. Seit Jahren bringt die Ultra-Szene ihre Ablehnung gegenüber dem Red-Bull-Konstrukt mit verschiedenen Aktionen zum Ausdruck – diesmal richtet sich der Fokus jedoch auf den Konsum im Stadion.

Die Supporter-Szene FPMG fordert ausdrücklich, dass „auf den Konsum von Speisen und Getränken im Stadion verzichtet werden“ solle. In einer öffentlichen Mitteilung heißt es dazu: „Verzichtet ausnahmsweise auf das Bier und die Wurst im Stadion!“

„Jeder weitere Euro ist kontraproduktiv“

Hintergrund dieser Maßnahme ist es, die Einnahmen für den RB-Konzern im Rahmen des Leipzig-Heimspiels möglichst gering zu halten.

Im Gegensatz zu anderen Fanszenen, die Auswärtsspiele in Leipzig teilweise komplett boykottieren, haben sich die Gladbach-Anhänger in der Vergangenheit bewusst dafür entschieden, ihre Mannschaft dennoch vor Ort zu unterstützen – auch wenn dies den Kauf von Eintrittskarten und damit verbundene Einnahmen für den Gastgeber einschließt.

Umso größer ist nun der Appell, zumindest darüber hinausgehende Ausgaben zu vermeiden: „Jeder weitere Euro, der direkt oder indirekt an RB geht, ist kontraproduktiv“, heißt es in dem Statement der Fanszene.

Dabei ist den Initiatoren durchaus bewusst, dass insbesondere die vergleichsweise günstigen Preise für Speisen und Getränke im Stadion eine gewisse Versuchung darstellen könnten. Dennoch rufen sie dazu auf, konsequent zu bleiben. Als Alternative verweist die Fanszene darauf, dass „es auf An- und Abreise sowie rund um das Spiel in der Stadt unzählige Alternativen in Sachen Verpflegung gibt“.

Abschließend unterstreicht der Fanclub noch einmal seine grundsätzliche Haltung gegenüber dem Leipziger Klub und dessen Struktur: „Weder am Samstag noch irgendwann in der Zukunft: Spiele gegen RB Leipzig dürfen niemals zur Normalität werden!“