Es lie f die 21. Spielminute am Sonntagabend, als Angelo Stiller nach feiner Vorarbeit seiner Stuttgarter Mannschaftskollegen Ramon Hendriks und Jamie Leweling die VfB-Führung gegen den HSV erzielte.
Bundesliga: So geht Stiller mit dem Internet-Hass um
Stillers Umgang mit „Internet-Rambos“
Es war der Startschuss eines beeindruckenden Stuttgarter Abends, der die Champions-League-Ambitionen der Schwaben weiter untermauerte. Mit vier Punkten Vorsprung auf Platz fünf gehen Stiller und Co. in den Saisonendspurt, um das große Ziel Königsklasse zu erreichen.
Champions League: „So etwas gehört belohnt“
„Champions League bedeutet nicht nur für mich, sondern auch für die ganze Stadt und den ganzen Verein alles. Wir haben es schon verdient, aufgrund unseres attraktiven Fußballs“, unterstrich Stiller im Gespräch mit SPORT1 die Ambitionen des VfB und erklärt selbstbewusst: „Ich glaube, das so etwas belohnt gehört.“
Diese Resonanz bekam der 25-Jährige in den vergangenen Wochen auch von den Fans: „Ich glaube schon, dass wir bisher eine sehr gute Saison spielen, mit einem guten Fußball. Und ich glaube, jeder in der Stadt und jeder, der uns zuschaut, weiß auch zu schätzen, für welchen Fußball wir stehen.“
Stiller prophezeit internationale Übernahmen der VfB-Fans
Stiller, der in seiner Karriere für den VfB und den FC Bayern auf insgesamt zehn Einsätze in der Königsklasse kommt, will sich durch das Erreichen der Königsklasse auch bei der treuen Anhängerschaft bedanken: „Wenn wir in der Champions League sind, werden unsere Fans auch das eine oder andere Stadion übernehmen, wie schon einmal. Deswegen glaube ich, dass es Werbung ist für den deutschen Fußball ist, wenn wir dabei sind.“
Die große Bühne bringt aber auch Nachteile mit sich. Mit der medialen Aufmerksamkeit weiß der Stuttgarter Mittelfeldgestalter aber mittlerweile umzugehen: „Ich habe jetzt gelernt, dass es mich nicht interessieren sollte, weil es wichtiger ist, was der Verein, der Trainer und meine Mitspieler denken. Das ist das Einzige, was für mich mittlerweile zählt.“
„Internet-Rambos“ tangieren Stiller nicht
Seine heutige Sichtweise auf das Thema musste Stiller jedoch erst im Laufe seiner Karriere entwickeln. „Zum Anfang meiner Karriere hat es mich mehr mitgenommen“, gestand der gebürtige Münchner.
Die gesellschaftliche Entwicklung gepaart mit dem zunehmenden Hass im Internet verurteilte Stiller: „In den sozialen Medien darf jeder sagen, was er denkt und ist gewissermaßen so ein Internet-Rambo.“
Sein Rat an sich selbst und seine Kollegen: „Deswegen sollte man darauf nicht hören, denn es macht mit mir persönlich nichts.“