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VfB-Fans stürmen Innenraum! Großer Zoff bei BVB-Sieg

Heftige Tumulte bei BVB-Sieg

Borussia Dortmund gewinnt durch zwei späte Treffer auswärts beim VfB Stuttgart. Nach provokanten Jubelszenen kommt es zu hitzigen Szenen - auch die Fans wüten.
Nach dem Führungstreffer für Borussia Dortmund gegen den VfB Stuttgart jubelt Karim Adeyemi provozierend vor den Stuttgarter Fans. Im anschließenden Interview erklärt er die Aktion als eine Art Retourkutsche.
Borussia Dortmund gewinnt durch zwei späte Treffer auswärts beim VfB Stuttgart. Nach provokanten Jubelszenen kommt es zu hitzigen Szenen - auch die Fans wüten.

Hitzige Szenen am Ende des Auswärtssiegs von Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart! Sowohl die Spieler des VfB als auch die Fans haben sich von den Jubelszenen bei den späten BVB-Toren sehr provoziert gefühlt.

Nachdem Karim Adeyemi das 1:0 erzielt hatte, jubelte er mit seinen Teamkollegen vor der Stuttgarter Fankurve. Daraufhin kam es schon zu einer kleinen Rudelbildung zwischen den Spielern, denn die VfB-Akteure waren über den Dortmunder Jubel verärgert.

VfB-Fans stürmen in den Innenraum

Unter anderem gerieten Ermedin Demirovic und Deniz Undav mit Adeyemi aneinander, denn der Torschütze hielt sich bei seinem Jubel den Finger vor den Mund (Silencer-Geste) und machte die Geste in Richtung der Heimfans.

Nur wenige Augenblicke später erzielte Julian Brandt dann den 2:0-Endstand. Die Gäste feierten den Treffer erneut vor der Fankurve, woraufhin die Emotionen hochkochten und die Stuttgarter Fans sich auf den Weg in den Innenraum machten. Sie blieben zwar hinter der Bande, waren aber extrem erzürnt. Dabei flog auch ein Klappstuhl auf den Platz. Nach einigen Minuten konnte die Situation wieder entspannt werden und die VfB-Anhänger gingen wieder zurück in ihren Block.

Adeyemi gibt Retourkutsche zu

Nach dem Spiel klärte Stuttgarts Deniz Undav bei Sky über die Tumulte auf: „Es war anscheinend ein provokanter Jubel. Das hatten wir gegen Porto auch schon. Ich glaube, der Adeyemi macht auch so (Undav hält sich den Finger vor den Mund, Anm. d. Red.) mit der Begründung, weil ich das beim letzten Spiel gegen Dortmund gemacht habe.“

In der Mixed Zone gab der BVB-Stürmer auf SPORT1-Nachfrage zu, dass sein Jubel eine Retourkutsche war: „Normalerweise bin ich nicht der Spieler, der etwas in die Kurve oder zu den Fans zeigt. Ich bin fast vier Jahre bei dem Verein und ich vergesse nicht die Spiele, wo Stuttgart bei uns gespielt und das gleiche gemacht hat. Sowas ist mir im Gedächtnis geblieben und dann gab es heute so einen Jubel. Das sollte nichts Persönliches sein. Es sollte nur eine Erinnerung sein, dass ich es nicht vergessen habe.“

Undav: „Die Fans sind natürlich aufgebracht“

Dortmund-Trainer Niko Kovac wich von SPORT1 auf den Jubel angesprochen aus: „Wenn man ein Tor schießt und sich mit dem Rücken zu den gegnerischen Fans dreht, dann ist alles ganz normal. Aus der Ferne konnte ich nichts sehen. Ich denke, es war alles in Ordnung. Ich habe nichts sehen können, was zu beanstanden wäre.“

Undav meinte zudem noch: „Die Fans sind natürlich aufgebracht gewesen, dann sind wir mit ein paar Spielern hingegangen und beim zweiten Tor genauso. Aber ich glaube, da gab es gerade eine Misskommunikation zwischen den Fans und uns. Sie dachten, es wäre keiner von uns hingegangen, aber da waren wir ja schon mit ein paar Spielern da. Ata (Kapitän Karazor, Anm. d. Red.) hat auch eine Gelbe Karte bekommen, verständlich.“