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Elf Worte, die Nico Schlotterbeck noch auf die Füße fallen können

Blüht ihm das Anton-Schicksal?

Die BVB-Fans verpassen Nico Schlotterbeck mit ihren Pfiffen einen Denkzettel. Dem Innenverteidiger droht ein ähnliches Schicksal wie seinem Teamkollegen. Denn ein Satz könnte ihm noch auf die Füße fallen.
Borussia Dortmund denkt wohl über eine Rückholaktion von Jadon Sancho nach. Der SPORT1-Doppelpass diskutiert über ein mögliches Comeback des Engländers.
Die BVB-Fans verpassen Nico Schlotterbeck mit ihren Pfiffen einen Denkzettel. Dem Innenverteidiger droht ein ähnliches Schicksal wie seinem Teamkollegen. Denn ein Satz könnte ihm noch auf die Füße fallen.

Eigentlich sollte es ein Festtag für Borussia Dortmund und alle schwarz-gelben Fans werden. Doch die Realität sieht anders aus: Pfiffe und Unmut gegen Nico Schlotterbeck prägen das Bild. Vor allem das lange Zögern sowie die Umstände seiner Vertragsverlängerung – inklusive einer Ausstiegsklausel ab diesem Sommer – sorgen bei den Anhängern für Frust.

Dem Innenverteidiger droht nun sogar das Schicksal seines Teamkollegen. Denn ein Satz könnte ihm noch auf die Füße fallen. Darüber diskutieren SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und BVB-Reporter Oliver Müller in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.

Unmut gegen Schlotterbeck – Bobic zieht interessanten Vergleich

Fußballfunktionär (aktuell Legia Warschau) Fredi Bobic zog im SPORT1-Doppelpass einen interessanten Vergleich: „Auch der BVB hat das schon genutzt. Mit Waldemar Anton vom VfB Stuttgart und dann zwei, drei Monate später war er beim BVB. Und die VfB-Verantwortlichen waren trotzdem am Ende glücklich, dass sie den Vertrag verlängert hatten, weil sie mehr Geld bekommen haben“, so der ehemalige Profi, der 1999 vom VfB Stuttgart ebenfalls zum BVB wechselte.

„Diese beiden Situationen sind tatsächlich vergleichbar. Mit dem einen, aber eben feinen Unterschied, dass Anton die Pfiffe nach seinem Wechsel erhielt und Schlotterbeck schon jetzt, obwohl er noch gar nicht weg ist. Im Gegenteil: Obwohl er verlängert“, so Müller und fügt hinzu: „Die Fans sind natürlich nicht dumm. Die wissen, wie das Business läuft.“

Als Anton zur „Persona non grata“ wurde

Im Januar 2024 verlängerte Waldemar Anton seinen Vertrag in Stuttgart vorzeitig bis 2027. „Ich spüre jeden Tag das Vertrauen des VfB. Wir sind auf einer Wellenlänge, es stimmt für mich hier einfach sehr vieles, ich fühle mich wohl und bin deshalb sehr glücklich über die Vertragsverlängerung. Ich freue mich auf die weiteren Jahre im Trikot mit dem Brustring“, erklärte der damalige VfB-Kapitän.

Nicht einmal ein halbes Jahr später wechselte er zum BVB und betonte: „Ich freue mich riesig auf mein erstes Spiel im Signal Iduna Park, die Fans und meine Mitspieler.“ Für die Stuttgart-Fans ist er bis heute – vor allem wegen seines gebrochenen Bekenntnisses – eine „Persona non grata“, so Sedlbauer und warnt: „Schlotterbeck hat sich bei seiner Verlängerung zwar etwas zurückgehalten, ein Satz könnte ihm aber dennoch früher oder später auf die Füße fallen.“

Dieser Satz könnte Schlotterbeck auf die Füße fallen

Schlotterbeck erklärte im Zuge seiner Verlängerung: „Die Verantwortlichen haben mir einen guten Plan aufgezeigt und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Borussia Dortmund Titel zu gewinnen.“ Gerade der letzte, elf Worte lange Satz dürfte die Dortmunder Fans aufhorchen lassen.

„Wenn es wirklich sein Ziel ist, mit dem BVB Titel zu gewinnen, kann er den Verein im Sommer eigentlich gar nicht verlassen“, meint Müller. Sedlbauer ergänzt: „Sonst blüht ihm das Anton-Schicksal.“

Laut dem SPORT1-Reporter sind die Dortmunder zwar überzeugt davon, dass Schlotterbeck auch über den Sommer hinaus für den BVB auflaufen will. „Für ihn gibt es aber auf jeden Fall noch etwas Größeres in seiner Karriere als Dortmund. Das ist klar. Und wenn sich eine einmalige Gelegenheit auftut, will er sie nutzen“, schätzt Sedlbauer.

BVB hält Schlotterbeck-Verlängerung klein

Auffällig ist zudem, dass der BVB die Vertragsverlängerung von Schlotterbeck medial über seine vereinsinternen Kanäle nicht so stark ausschlachtet, wie es üblicherweise der Fall wäre. „Ich sehe relativ wenig Content. Und auch das eigentlich obligatorische Foto mit den Verantwortlichen und Schlotterbeck sowie dem Trikot mit der Zahl 2031 fehlt“, bemerkt Sedlbauer.

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Für die beiden Podcaster ist das ein weiterer Hinweis darauf, dass im Verein kaum jemand fest davon ausgeht, dass der Vertrag vollständig erfüllt wird. Sollte Schlotterbeck allerdings schon nach der WM den Abgang wagen, dürfte ihm eine ähnliche Reaktion drohen wie einst seinem Innenverteidiger-Kollegen Waldemar Anton.

Mehr Infos und Hintergründe zur Causa Schlotterbeck gibt es ab sofort auch im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“.