Diese Bilanz ist Geschichte. Bei der 1:2-Niederlage des BVB konnte zumindest ein Dortmunder mit einer bitteren Serie brechen: Carney Chukwuemeka feierte eine bemerkenswerte Premiere – ausgerechnet in seinem 100. Pflichtspieleinsatz.
BVB: Kurioser Bann gebrochen - aber eine große Frage bleibt
Wirft er BVB-Pläne über den Haufen?
Der 22-Jährige stand erstmals in seiner Profikarriere über die volle Distanz auf dem Platz. In den 99 Partien zuvor war ihm das verwehrt geblieben.
BVB: Chukwuemeka bricht den Bann – bleibt aber ein Rätsel
Sowohl im BVB-Trikot als auch beim FC Chelsea (32 Einsätze) und bei seinem Jugendclub Aston Villa (16) blieb ihm bislang stets nur die Jokerrolle, oder er wurde vorzeitig ausgewechselt.
Grund zur Euphorie ist sein erstes Spiel über die volle Distanz aber kaum. Der Mittelfeldspieler bleibt hinter den Erwartungen zurück – und stellt damit auch die Planungen der BVB-Bosse infrage.
BVB kämpfte um Chukwuemeka
Die Dortmunder hatten im vergangenen Sommer alles daran gesetzt, ihn fest zu verpflichten (Ablöse rund 20 Millionen Euro) – aus gutem Grund. Als Chukwuemeka im Februar 2025 auf Leihbasis bis Saisonende kam, herrschte Einigkeit: Dieser Youngster ist ein Unterschiedsspieler.
Er überzeugte mit Kreativität und Spielfreude, initiierte immer wieder gefährliche Offensivkombinationen. Für viele war klar: Er ist die Zukunft auf der Zehn.
Brandt geht – was passiert auf dem Transfermarkt?
Mit dem bevorstehenden Abgang von Julian Brandt zum Saisonende wird eine Schlüsselrolle frei – wie gemacht für Chukwuemeka. Intern war vorgesehen, dass er genau diese Lücke schließt. Inzwischen zeichnet sich jedoch ab, dass die Verantwortlichen ihre Pläne überdenken und im Sommer womöglich doch noch einen weiteren kreativen Zehner ins Visier nehmen. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)
Denn seit seiner festen Verpflichtung gelingt es Chukwuemeka nicht, die hohen Erwartungen aus der Leihphase zu bestätigen. In wettbewerbsübergreifend 35 Spielen für den BVB stehen drei Tore und zwei Vorlagen zu Buche – zu wenig für die hohen Ansprüche.
Auch aufgrund wiederkehrender Verletzungen, die ihn seit Beginn seiner Karriere begleiten, konnte er sich nie als Fixpunkt etablieren. Er ist damit ein Spiegelbild der Dortmunder Offensive, die sich in dieser Spielzeit häufig ideenlos präsentiert. Immerhin: Gegen Hoffenheim war er der einzige BVB-Profi, der so etwas wie Spielfreude versprühte.
Wann findet Chukwuemeka zurück zu seiner alten Form?
Sein enormes Potenzial hat er bereits mehrmals angedeutet – auch im schwarz-gelben Trikot. Das überzeugte sogar ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick, ihn für die österreichische Nationalmannschaft zu gewinnen.
Bei seinem Debüt Ende März traf Chukwuemeka direkt und dürfte aller Voraussicht nach zur WM reisen. Zuvor war er für die U-Nationalmannschaften der „Three Lions“ im Einsatz.
Bleibt die entscheidende Frage: Wann findet er zu seiner alten Form zurück? Eine bittere Tradition hat er immerhin schon hinter sich gelassen.
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