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BVB-Youngster vor ungewisser Zukunft

BVB-Youngster vor ungewisser Zukunft

Im Sommer kehren eigentlich drei Talente zum BVB zurück. Doch die Leihen bei ihren jeweiligen Vereinen verlaufen nicht wie erhofft. Während das Trio vor einer ungewissen Zukunft steht, sind drei andere Juwele in aller Munde beim BVB.
Niko Kovac spricht nach dem 4:0 gegen Freiburg über BVB-Juwel Samuele Inacio. Der 18-Jährige überzeugte mit seiner Leistung gegen die Breisgauer.
Im Sommer kehren eigentlich drei Talente zum BVB zurück. Doch die Leihen bei ihren jeweiligen Vereinen verlaufen nicht wie erhofft. Während das Trio vor einer ungewissen Zukunft steht, sind drei andere Juwele in aller Munde beim BVB.

Die beiden Debüts von Samuele Inácio und Mathis Albert waren nach dem überzeugenden 4:0-Heimsieg des BVB gegen den SC Freiburg in aller Munde. Der 18 Jahre alte Inácio durfte erstmals von Beginn an ran, der gerade einmal 16 Jahre alte Albert schnupperte ab der 88. Spielminute erstmals Profiluft. Auch Luca Reggiani (18) stand erneut im Kader, durfte gegen den Sport-Club zwar nicht mitwirken, kommt in dieser Spielzeit aber bereits auf sechs Einsätze bei den Profis (ein Tor).

„Allen dreien gehört die Zukunft. Es ist der klare Plan, sie in der Sommervorbereitung noch näher an die erste Mannschaft heranzuführen, damit sie in der kommenden Spielzeit noch mehr Minuten bekommen“, erklärt SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“. Gemeinsam mit BVB-Reporter Oliver Müller diskutieren die beiden über den Plan mit den Talenten – und vor allem über die Folgen für drei fast schon vergessene BVB-Juwele.

BVB-Trio vor ungewisser Zukunft

„Inácio, Albert und auch Reggiani haben drei andere komplett in den Schatten gestellt“, leitet Sedlbauer das Thema ein. Die Rede ist von den Leihspielern Julien Duranville (FC Basel), Cole Campbell (TSG Hoffenheim) und Kjell Wätjen (VfL Bochum). Das Trio war hochgelobt – und steht nun vor einer ungewissen Zukunft.

„Alle drei Leihen liefen nicht so, wie sich das die Dortmunder, die Spielerseite und auch der aufnehmende Verein vorgestellt haben“, so Sedlbauer. Müller ergänzt: „Für alle drei wird es richtig schwer, ab Sommer beim BVB wieder Fuß zu fassen.“

BVB-Eigengewächs Wätjen wechselte bereits im Sommer und spielte in der 2. Liga mit den Bochumern gegen den Abstieg. Noch ist der VfL nicht gerettet, der Abstand beträgt seit dem Wochenende allerdings sechs Punkte. Unter Trainer Uwe Rösler ist der 20-Jährige keine Stammkraft. In den letzten zwölf Ligaspielen stand er nur einmal in der Startelf.

Bilanz von Campbell ist ernüchternd

Cole Campbell drängte bereits im Winter auf mehr Einsatzminuten. Weil ihm Trainer Niko Kovac diese allerdings nicht in Aussicht stellen konnte, verliehen die Dortmunder den US-Amerikaner an die TSG. Seine Bilanz ist ernüchternd: Auch wegen einer Sprunggelenksverletzung kommt Campbell bislang nur auf drei Kurzeinsätze (insgesamt 30 Einsatzminuten).

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Am meisten Spielzeit erhält noch Duranville beim FC Basel. In der Schweizer Super League erzielte er in zwölf Einsätzen zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Uneingeschränkter Stammspieler ist der hochveranlagte 19-Jährige aber nicht.

„Bei ihm hakt es nach wie vor. Als er zum BVB wechselte, wurde intern immer wieder getuschelt, dass er der hoffnungsvollste Nachwuchsspieler seit Jahren ist. Aber er hatte auch immer mit enormem Verletzungspech zu kämpfen“, erinnert sich Müller an die Anfänge des Belgiers, der im Mai 20 Jahre alt wird.

Der Plan des BVB mit den jungen Talenten

Für Sedlbauer ist klar: „Der BVB will in der kommenden Spielzeit ein solides Gerüst mit 16, 17 gestandenen Profis haben und danach eine Auswahl an jungen Talenten, die immer weiter herangeführt werden.“ Für den BVB-Reporter haben Reggiani, Inácio und Albert höhere Chancen, Teil dieser Auswahl zu sein, als Campbell, Wätjen und Duranville.

Nach SPORT1-Informationen prüfen die Dortmunder Verantwortlichen derzeit Optionen, ob eine Verlängerung der Leihen möglich ist. Denn klar ist: Den Durchbruch trauen sie allen drei zu. Doch dafür braucht es Spielpraxis – und die scheint es beim BVB zunächst nicht zu geben. „Das bevorzugte Modell wäre natürlich eine weitere Leihe, um die Möglichkeit zu haben, sie auch wieder zurückzuholen“, so Müller.

Während Inácio, Albert und Reggiani in eine schwarz-gelbe Zukunft blicken, könnte es für Campbell, Wätjen und Duranville auf einen weiteren Umweg hinauslaufen.

Mehr Infos und Hintergründe zu Borussia Dortmund und zum Plan mit den Talenten hört ihr ab sofort im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“.