Das Debüt von Marie-Louise Eta als Trainerin von Union Berlin ging mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg verloren. Im SPORT1 Doppelpass hat Markus Krösche die Beförderung von Eta begrüßt.
"Keine mutige Entscheidung": Krösche begrüßt Eta-Beförderung im Doppelpass
Eta? „Keine mutige Entscheidung“
„Ich weiß nicht, ob das wirklich mutig ist. Der Verein kennt sie, sie ist schon lange da und war schon mal Co-Trainerin. Deswegen ist es keine mutige Entscheidung, wenn sie von der Qualität überzeugt sind. Union hat den Anfang gemacht“, sagte der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.
Krösche über Eta: „Am Ende ist das Geschlecht egal“
Eta wurde nach der Entlassung von Trainer Steffen Baumgart am vergangenen Wochenende zur Chefin der Bundesliga-Mannschaft befördert und erregte damit weltweit Aufmerksamkeit, da sie damit zur ersten Trainerin im deutschen Männer-Oberhaus wurde.
Krösche fügte hinzu: „Man sieht in den letzten Jahren, dass immer mehr Frauen in Führungsposition kommen. Am Ende ist das Geschlecht egal, solange die Qualität stimmt. Viele Frauen werden schon unterstützt, um in diese Positionen zu kommen.“
Er sei sich sicher, „dass sich das weiter verändern wird. Immer mehr Frauen werden sowohl im Frauen- als auch Männerfußball tätig sein. Bei der Trainerentwicklung hapert es noch bei den Frauen, nicht wie es bei den Männern ist. Es muss mehr Frauen geben, die die Pro-Lizenz machen“.
Stefan Effenberg hatte hingegen eine eher skeptische Meinung. „Ich wünsche mir, dass sie nicht die Ausnahme bleibt“, betonte der SPORT1-Experte, schränkte jedoch ein: „Ich glaube, dass wir nicht viele davon sehen werden in der Bundesliga. Sie war der Herrenmannschaft schon eng verbunden, aber ich glaube nicht, dass sich das in der Bundesliga durchsetzen wird.“