Der FC Bayern hat beim 5:0-Auswärtssieg am Samstagabend gegen den FC St. Pauli kräftig rotiert – und damit auch Platz auf der Bank für ein Profidebüt geschaffen. In der 84. Spielminute wurde der Youngstar Bara Sapoko Ndiaye für Bayern-Torschütze Jamal Musiala eingewechselt.
FC Bayern: Youngster Ndiaye feiert Profidebüt
Bayern-Talent verzückt Goretzka
Der im Januar verpflichtete Youngster Ndiaye stand an diesem 29. Spieltag erstmals im Bundesliga-Kader des Rekordmeisters und feierte direkt seinen ersten Profi-Einsatz. Im Winter wurde er von den Gambinos Stars Africa ausgeliehen und trainiert seit rund vier Monaten bei den Profis mit. „Er war ja leider verletzt, deswegen wäre die Chance wahrscheinlich auch schon eher dagewesen“, erklärte Bayern-Sportvorstand Max Eberl nach dem Spiel.
Goretzka: „Spricht für einen mutigen Trainer“
Sein Kurzeinsatz hinterließ dabei Eindruck bei den Verantwortlichen. „Er kam sehr gut in dieses Spiel rein. Man hat ihm keine Nervosität angemerkt“, analysierte Eberl. Auch Leon Goretzka zeigte sich angetan: „Man hat gesehen, dass er ein brutales Talent hat und ein guter Kerl ist. Er ist ganz dankbar.“
Ndiaye ist Teil der „Red & Gold Academy“, ein internationalen Förderprojekt des FC Bayern in Kooperation mit dem Los Angeles FC und weiteren Partnerklubs weltweit. Dass er nun seine Chance erhielt, lag auch an personellen Ausfällen: Sowohl Serge Gnabry als auch Lennart Karl fehlten verletzungsbedingt.
Der Rekordmeister verfolgt mit dem Projekt das Ziel, den Fokus verstärkt auf die Nachwuchsförderung zu legen und außergewöhnliche Talente frühzeitig an das europäische Topniveau heranzuführen. Goretzka betonte mit Blick auf den Einsatz: „Das spricht für einen mutigen Trainer. Wenn es 1:1 gestanden hätte, wäre er wahrscheinlich nicht hereingekommen. Er hat seine Sache heute super gemacht.“
Bayern-Trainer Vincent Kompany betonte zuvor: „Er hat gezeigt, dass er zu den Talenten gehört, die wir im Bayern-Nachwuchs haben. Es läuft gut für ihn.“ Spielpraxis in der zweiten Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, bleibt ihm aufgrund von Regularien verwehrt. Dafür durfte er nun zum ersten Mal Bundesliga-Luft schnuppern und war damit der zwölfte Debütant des Rekordmeisters.