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FC Bayern: Eberl über Gnabry - "Es ist dramatisch"

Eberl über Gnabry: „Es ist dramatisch“

Joshua Kimmich und der FC Bayern sind wieder Meister - doch eine Hiobsbotschaft betrübt den Mittelfeldspieler.
Serge Gnabry hat sich einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel zugezogen. Sogar die WM ist für den Bayern-Star in Gefahr, weil Julian Nagelsmann seinen Kader schon früher nominieren muss.
Joshua Kimmich und der FC Bayern sind wieder Meister - doch eine Hiobsbotschaft betrübt den Mittelfeldspieler.

Joshua Kimmich hat im Moment des Meistertriumphs auch ein paar ernste Töne angeschlagen. Als er nach dem „Partybeauftragten“ des FC Bayern gefragt wurde, wich das strahlende Lächeln einer eher betrübten Miene.

„Eigentlich“, so erzählte Kimmich nach dem 4:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart, der das Meisterrennen entschieden hatte, sei „der Serge“ für die Stimmung verantwortlich. Doch ausgerechnet dieser fehlt nach einer wohl schweren Verletzung seit Kurzem.

„Der fehlt uns natürlich extrem, in der Kabine, auf dem Feld“, sagte Kimmich, der seit Jahren gut mit dem Angreifer befreundet ist, bei DAZN weiter: „Das ist echt ein sehr, sehr großer Verlust.“

Kimmich macht sich nach Gnabry-Ausfall Sorgen

Als Spieler wie als Mensch werde man Gnabry vermissen. Diese Zwangspause werde „uns extrem wehtun. Ich hoffe, dass wir das irgendwie aufgefangen bekommen.“

In den vergangenen Wochen hatte Kimmich immer wieder betont, wie wichtig es sei, in den entscheidenden Wochen auf alle Leistungsträger zurückgreifen zu können.

Gnabry könnte den Rest der Saison verpassen, inklusive der anstehenden Weltmeisterschaft. Er hatte sich offenbar beim Üben von Elfmetern im Training einen Abriss der Adduktoren im rechten Oberschenkel zugezogen – eine Schocknachricht für die Münchner.

Hainer: Gnabry geht nicht ans Telefon

„Das ist unglaublich bitter“, sagte auch Präsident Herber Hainer: „Ich habe heute auch schon versucht, ihn anzurufen, hat leider nicht geklappt. Verstehe ich auch, dass er nicht ans Telefon gehen will. Aber wir werden ihn natürlich aufrichten, das ist auch eine Stärke des FC Bayern.“

Ähnlich angefasst zeigte sich auch Sportvorstand Max Eberl: „Es ist dramatisch. Ich habe es damals bei Lars Stindl und jetzt gestern mit Serge erlebt“, sagte der Bayern-Boss.

Gnabry werde zwar vermutlich um eine Operation herumkommen, gerade mit Blick auf das vermutete WM-Aus sie die Verletzung aber sehr bitter: „Er ist sehr gefasst und sehr stabil, aber natürlich sehr enttäuscht“, schließlich könne es „vielleicht die letzte Chance“ auf die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft gewesen sein.

In dieser Saison werde ein Comeback „wahrscheinlich nicht mehr funktionieren und alles andere steht ein Stück weit in den Sternen.“

Bayern wollen noch nicht feiern

Nach der eingefahrenen Meisterschaft will der FCB auch im DFB-Pokal und in der Champions League noch nach Titeln greifen.

Daher wolle man auch noch nicht zu ausgiebig feiern, erklärte Kimmich noch: „Ich glaube, wir sitzen in unserer Playerlounge noch ein bisschen zusammen. Wir haben ja noch ein paar Ziele in dieser Saison.“