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FC Bayern: Wie sehr stören die Gerüchte um Michael Olise?

Wann es bei Bayern und Olise ernst wird

Michael Olise sorgt in fast jedem Spiel für Furore. Dass er deshalb mit anderen Top-Klubs in Verbindung gebracht wird, überrascht nicht. Die Bayern haben zwei Mittel gegen das Geraune.
Die Bayern spielen eine Saison der Superlative. Allen voran sorgt das Sturmtrio Harry Kane, Luis Diaz und Michael Olise für Furore.
Michael Olise sorgt in fast jedem Spiel für Furore. Dass er deshalb mit anderen Top-Klubs in Verbindung gebracht wird, überrascht nicht. Die Bayern haben zwei Mittel gegen das Geraune.

Beim FC Bayern sorgte man am Dienstagmorgen gleich für Klarheit: Über der Einfahrt der Garage montierten Handwerker ein riesiges Plakat. Darauf zu sehen ist der gesamte Kader sowie das Trainerteam und andere, die zum Gewinn der Meisterschaft beigetragen haben.

Die meisten tragen das Kakadu-Shirt und jubeln in Richtung Kamera. Entstanden ist das Foto am Sonntagabend nach dem Sieg über den VfB Stuttgart.

Doch ein Mann fehlt: Michael Olise! „Mister Nonchalant“ hat es offenkundig geschafft, sich nicht abbilden zu lassen. Irgendwie eine typische Aktion des Franzosen, der für seine betont zurückhaltende Art bekannt ist und diese auch pflegt.

Geht es nach einigen Experten und Ex-Spielern, müssen sich die Bayern-Fans schon bald darauf einstellen, dass Olise gar nicht mehr auf Fotos des Rekordmeisters auftaucht.

Frankreich-Ikone verstärkt Gerüchte um Olise

Immer wieder wird der 24-Jährige mit Real Madrid oder den Top-Klubs aus England in Verbindung gebracht. Mal kommen die Gerüchte aus England, mal aus Spanien, mal sogar aus der Türkei.

Aktuell verstärkt ein Landsmann von Olise das Geraune. Marcel Desailly sagte beim Laureus Award auf Nachfrage zu SPORT1: „Er ist jung, lass die Weltmeisterschaft erst einmal vorübergehen. Das Talent ist so groß, vielleicht [zieht es ihn] in die Premier League. Sie wollen die Besten haben. Er ist einer der Besten.“

Nicht nur der Weltmeister von 1998, sondern auch Real-Legende Luis Figo schwärmt von Olise. Er hält den Franzosen bereits jetzt für einen Kandidaten auf den Ballon d’Or – mehr Wertschätzung geht nicht.

In München blickt man stolz auf den eigenen Schützling. Schließlich zeigt der Olise-Transfer aus dem Sommer 2024, dass die Verantwortlichen einen Volltreffer gelandet haben. Doch an der Säbener Straße weiß man auch, dass man sich wappnen muss.

FC Bayern: Hoeneß und Eberl mit Klartext zu Olise

Sowohl Sportvorstand Max Eberl als auch Klub-Patron Uli Hoeneß haben Olise bereits mehrmals für unverkäuflich erklärt. „Wir haben 430.000 Mitglieder, wir haben viele Millionen Fans auf der ganzen Welt, und es nützt ihnen wenig, wenn wir 200 Millionen auf dem Konto haben und jeden Samstag deswegen schlechter Fußball spielen“, sagte Hoeneß jüngst mit Blick auf die gegenwärtigen Spekulationen, wonach der FC Liverpool bereit sei, diese Megasumme zu bezahlen.

Ein weiteres Rezept gegen die Gerüchte und Störfeuer verriet Eberl am Dienstag auf SPORT1-Nachfrage. Es lautet: Abschottung. „Wir haben unsere Bubble, unser Vertrauen und unsere Gespräche. Alles, was um uns herum passiert, lassen wir ein Stückweit an uns abprallen“, erklärte Eberl.

Wann es bei Olise spannend wird

Fakt ist: Noch kann diese Taktik aufgehen. Olises Vertrag läuft bis 2029 – ohne Ausstiegsklausel. Spannend wird es jedoch bereits in den beiden Jahren zuvor.

Sollte man sich dazu entscheiden, den Franzosen ziehen zu lassen, müsste das 2028 passieren, damit die Bayern noch eine Ablösesumme kassieren können. Will man ihn halten, sollte man bereits 2027 in Gespräche einsteigen.

Zu lange zu warten, wäre im Fall von Olise vermutlich fatal, da aktuell völlig unklar ist, welchen Karriereplan der Offensivstar verfolgt und ob er die Begehrlichkeiten der anderen Eliteklubs in Europa auch an sich abprallen lassen kann.