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"Fragwürdig": Weiser kritisiert den Werder-Kurs!

Knall-Interview bei Werder!

Mitchell Weiser nimmt die Vereinsführung von Werder öffentlich in die Pflicht und kritisiert den eingeschlagenen Kurs. Auch mit Blick auf eine Vertragsverlängerung dürfte sich der Druck noch einmal erhöhen.
Ole Werner trifft mit RB Leipzig auf seinen Ex-Verein Werder Bremen. Während er mit Leipzig um die Champions-League-Plätze kämpft, steckt Werder tief im Tabellenkeller und muss den Blick nach unten richten.
Mitchell Weiser nimmt die Vereinsführung von Werder öffentlich in die Pflicht und kritisiert den eingeschlagenen Kurs. Auch mit Blick auf eine Vertragsverlängerung dürfte sich der Druck noch einmal erhöhen.

Mitchell Weiser arbeitet nach seinem Kreuzbandriss weiter an seinem Comeback für den SV Werder Bremen. In dieser Saison konnte der Rechtsverteidiger bislang nur machtlos zusehen, wie der Klub im Abstiegskampf auf seine schwächste Saison seit dem Wiederaufstieg nach der Saison 2021/22 zusteuert. So auch beim Wiedersehen mit dem ehemaligen Werder- und heutigen Leipzig-Trainer Ole Werner am Samstag.

Während der Vertrag von Weiser am Ende der Saison ausläuft, schreckte der Werder-Star in der Halbzeitpause nicht davor zurück, kritische Worte an die sportliche Führung der Bremer zu richten.

„Wir hatten schon Gespräche, aber es ist so, dass dieses Jahr oder im letzten Sommer viele Sachen passiert sind, die für mich fragwürdig waren“, offenbarte Weiser bei Sky. So warte er „auf Signale“, dass der Verein wieder Schritte in Richtung der Erfolge unter Werner gehen wolle.

Weiser über Werder-Abgänge: „Spieler, denen wir nachtrauern“

Weiter erklärte Weiser: „Ich glaube, der ganze Verein hat eigentlich nach etwas anderem gestrebt, als danach, wo wir jetzt stehen. Da will ich persönlich auch hin und hoffe, dass wir das zusammen gestalten können.“

Noch einmal danach gefragt, welche Entscheidungen Weiser als „fragwürdig“ ansehe, wurde der 31-Jährige erneut deutlich. Neben der Trennung von Ole Werner im vergangenen Mai führte Weiser auch wichtige Kaderentscheidungen an.

Es habe einzelne Spieler gegeben, „die gegangen sind und denen wir jetzt nachtrauern. Das waren Entscheidungen, die vielleicht ein bisschen fahrlässig waren, bezüglich Trainer und Kader“. Diese müsse man nun aufarbeiten, um sich im nächsten Jahr wieder zu verbessern.

Fritz reagiert auf brisantes Interview

Bremens Geschäftsführer Clemens Fritz reagierte mit Unverständnis auf die Aussagen: „Ich habe nur Bruchstücke mitbekommen. Ich kann dazu noch nicht so viel sagen, aber das werden wir natürlich intern aufarbeiten.“

Er habe vor ein paar Wochen mit Weiser zusammengesessen: „Wir hatten ein gutes, sehr offenes, ehrliches Gespräch mit ihm. Für mich ist das ein bisschen unverständlich, diese Aussagen, die er jetzt getroffen hat. Alles Weitere werden wir jetzt intern aufarbeiten.“

In welcher Liga das passieren muss und ob Weiser dann weiter das grün-weiße Trikot tragen wird, bleibt offen. Allerdings stellte er klar: „Ich fühle mich sehr wohl und würde mir nichts mehr wünschen als hier mit Werder um etwas Großes zu spielen und das ist – bei allem Respekt – nicht der Klassenerhalt. Wir waren bis letztes Jahr auf einem riesigen Weg und haben uns in diesem Jahr in eine schwierige Situation gebracht.“