Erst das bittere Halbfinal-Aus im DFB-Pokal, nun die deutliche 0:4-Niederlage in Dortmund: Trainer Julian Schuster wollte unmittelbar nach der Pleite seines SC Freiburg einen „großen fetten Haken“ an das Spiel machen – auch im Hinblick auf das kommende Highlight für die Breisgauer.
Kurioser TV-Moment! "Sind wir noch drauf?"
Kurioser TV-Moment! „Noch drauf?“
Im TV-Interview bei DAZN sorgte der 41-Jährige dabei für einen kuriosen Moment. Von Moderator Freddy Harder nach der Bedeutung des Halbfinals in der Europa League gegen Sporting Braga am Donnerstag (21.00 Uhr im LIVETICKER) gefragt, gab sich Schuster zurückhaltend.
Es sei schon etwas Besonderes, dass seine Mannschaft sich das erarbeitet habe, sagte Schuster, „aber es ist auch wichtig, diese Spiele nicht größer zu machen als sie sind.“ Es sei nun die Aufgabe, gut zu regenerieren.
Schuster schon im Smalltalk-Modus: „Sind wir noch drauf?“
Harder wünschte dem Freiburger Trainer anschließend viel Glück für das erste Europapokal-Halbfinale der Klubgeschichte und beendete das Gespräch damit eigentlich. Auch Experte Sebastian Kneißl gab Schuster zum Abschied die Hand, störte sich aber etwas an dessen Understatement. „Das ist trotzdem ein Monster-Spiel“, betonte Kneißl.
Schuster entgegnete: „Ich sage das nur aus unserer Sicht. Es ist immer die Gefahr, zu überpacen, oder auch mehr zu wollen.“ Dabei nahm er das Mikrofon bereits runter und verfiel sichtlich in Smalltalk. Erst als Moderator Harder ihm sein Mikro vor den Mund hielt, fragte Schuster etwas verwundert: „Sind wir noch drauf?“
Viel sagen wollte er dann aber nicht mehr. Es gehe ihm „nur um die richtige Mischung“, meinte der Trainer abschließend und verabschiedete sich dann auch endgültig.
Die Freiburger hatten am Donnerstag beim 1:2 nach Verlängerung gegen den VfB Stuttgart den Einzug ins Pokalfinale verpasst. Gegen Dortmund fehlten daher auch Leistungsträger wie Matthias Ginter, Johan Manzambi und Yuito Suzuki im Kader.