Wirbel um Michael Olise während des Auswärtsspiels des FC Bayern beim FC St. Pauli (5:0). Nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 (54. Minute) hat sich der Franzose mit den Heimfans angelegt und einen provokanten Jubel gezeigt.
FC Bayern: Gegenwind für Olise wegen Provokation
Gegenwind für Olise wegen Provokation
Nachdem der Ball im Netz eingeschlagen war, hielt der Bayern-Star einen Finger an sein Ohr und gestikulierte mit seinem anderen Arm zu den St.-Pauli-Fans, dass sie lauter sein sollen. Damit provozierte er die Anhänger der Hamburger stark. Zuvor war er infolge einer Rangelei mit Karol Mets bereits ausgepfiffen worden.
FC Bayern: Eberl verteidigt Olise nach Provokation
„Er hat Emotionen, er ist ein unfassbar guter Fußballer und muss natürlich immer damit rechnen, dass er auch mal geneckt und geärgert wird“, erklärte Bayerns Sportvorstand Max Eberl im Nachgang: „Das war das Laufduell in der ersten Halbzeit, wo beide gerungen haben, dann kamen die Emotionen von den Zuschauern, die natürlich St. Pauli unterstützen und da versucht haben, Einfluss zu nehmen.“
Der Bayern-Boss fügte an: „Klar, er war emotional, aber ich glaube, er hat mit Leistung auf dem Platz gezeigt und ich finde, solche Emotionen gehören zu einem Fußballspiel auch dazu.“
Matthäus kritisiert Olise
Von anderer Seite gab es dagegen Kritik. „Das muss nicht sein“, meinte Sky-Experte Lothar Matthäus. Kommentator Wolff Fuss fügte hinzu: „Eine dezente Provokation.“
Die Quittung bekam Olise prompt, denn die Fans pfiffen den Franzosen bis zu seiner Auswechslung in der 59. Minute noch lauter und bei jedem Ballkontakt aus.
Als Bayern-Coach Vincent Kompany dann seinen Schützling aus dem Spiel nahm, applaudierte der Torschütze noch einmal in Richtung der St.-Pauli-Fans. Olise wurde im Zuge dessen mit Konfetti beworfen, worauf er mit einem gehobenen Daumen reagierte.