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"Hoeneß und Rummenigge wehren sich zu Recht"

Sammer? Ex-Profi mit Trump-Vergleich

Ex-Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger reagiert auf eine scharfe Sammer-Kritik an Spielerberatern. Der 53-Jährige gibt Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge teilweise recht.
Bayern-Star Dayot Upamecano spricht im Interview über die Gründe, warum er seinen Vertrag beim FC Bayern verlängert hat.
Ex-Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger reagiert auf eine scharfe Sammer-Kritik an Spielerberatern. Der 53-Jährige gibt Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge teilweise recht.

Ex-Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger hat auf harsche Kritik von Matthias Sammer an Spielerberatern reagiert und erklärt, dass er bei dessen Vorschlag „ein bisschen schmunzeln“ musste.

Rund um die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern war einmal mehr Kritik an Spielerberatern aufgekommen. Sammer hatte im Gespräch mit Sky verraten, dass er diese „abschaffen“ würde, da sie „zu viel Geld“ verdienen würden und „unnötig“ seien.

Nerlinger wirft Sammer „Trump-Rhetorik“ vor

Nerlinger, der mittlerweile die Beratungs-Agentur CN Sports führt und von 2009 bis 2012 Sportdirektor des FC Bayern war, kann mit Sammers Worten wenig anfangen: „Einen Berufsstand komplett abschaffen zu wollen, ist schon etwas extrem. Matthias, den ich persönlich und fachlich sehr schätze, hat sich hier ein wenig die Trump-Rhetorik zu eigen gemacht, und das ist meiner Meinung nach keine allzu gute Idee“, sagte Nerlinger im kicker-Interview.

Die Worte der Ex-Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, die sich in die Berater-Debatte ebenfalls mit kritischen Worten eingeschaltet hatten, stießen bei Ex-Profi Nerlinger hingegen auf Verständnis. „Wenn Hoeneß und Rummenigge über Fehlentwicklungen im Beratergeschäft sprechen, haben sie teilweise sicherlich recht.“

FC Bayern: Auch Hoeneß und Rummenigge schießen gegen Berater

Rummenigge hatte die Spielerberater als „das größte Problem im Fußball bezeichnet“, während Hoeneß sich von der Entwicklung „entsetzt“ gezeigt hatte. Anlass der Kritik sind die drastisch angestiegenen Ausgaben für Berater seitens der Vereine.

„Bayern München bezahlt immense Gehälter auch im internationalen Vergleich, da sprechen wir immer auch von riesigen Berater-Honoraren. Das eine bedingt das andere“, befand Nerlinger.

Upamecano-Deal brachte Fass zum Überlaufen

Hoeneß und Rummenigge hatten im Februar lautstark über die Berater von Dayot Upamecano geschimpft, die für ihren Klienten neben einem üppigen Jahresgehalt noch ein Handgeld in Höhe von 20 Millionen Euro ausgehandelt hatten. Dass sich die Ex-Bayern-Bosse echauffierten, kann Nerlinger nachvollziehen.

„Bei den Verhandlungen um Upamecano wurde der Bogen anscheinend deutlich überspannt. Deshalb wehren sich Hoeneß und Rummenigge zu Recht. Was mich überrascht hat, ist, wie spät man offensichtlich den Spieler miteinbezogen hat. Grundsätzlich wird auch kein Verein gezwungen, einen Vertrag abzuschließen. Man kann ja auch ‚Nein‘ sagen.“

Upamecano hatte im Februar sein Arbeitspapier in München bis 2030 verlängert. Rund 20 Millionen Euro soll der Franzose beim FC Bayern jährlich verdienen.