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Bundesliga: Werder patzt gegen Augsburg und muss weiter zittern

Werder mit Dämpfer gegen Augsburg 

Der FC Augsburg hat seine leisen Europapokal-Hoffnungen gewahrt und sein Auswärtsspiel bei Werder Bremen mit 3:1 gewonnen. Der SVW tritt im Abstiegskampf somit auf der Stelle und muss nach wie vor um den Klassenerhalt zittern. Die Werder-Spieler lassen ihrem Frust nach Abpfiff freien Lauf und kritisieren den Auftritt scharf.
Die Zukunft von Mitchell Weiser ist eine der spannendsten rund um Werder Bremen. Nach der deutlichen Kritik am Verein in den vergangenen Wochen ist ein Abgang im Sommer gut möglich.
Der FC Augsburg hat seine leisen Europapokal-Hoffnungen gewahrt und sein Auswärtsspiel bei Werder Bremen mit 3:1 gewonnen. Der SVW tritt im Abstiegskampf somit auf der Stelle und muss nach wie vor um den Klassenerhalt zittern. Die Werder-Spieler lassen ihrem Frust nach Abpfiff freien Lauf und kritisieren den Auftritt scharf.

Werder Bremen muss weiter um den Klassenerhalt bangen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune verlor ihr Heimspiel gegen den FC Augsburg nach einem über weite Strecken ganz schwachen Auftritt mit 1:3 (0:2), statt des so gut wie feststehenden Klassenerhalts gab es an der Weser lange Gesichter.

Im proppevollen Weserstadion schlüpften Doppelpacker Anton Kade (24. und 45.+3) und Kristijan Jakić (69.) in die Rolle der Stimmungsdämpfer. Mehr als der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Romano Schmid (64.) gelang den Bremern nicht.

Abstiegskampf: Werders Polster könnte schmelzen

Während Werders Polster auf den Relegationsplatz am Sonntag auf drei Punkte schmilzen könnte, pirscht sich Augsburg klammheimlich an die Europacupränge heran. Das Team von Trainer Manuel Baum blieb zum fünften Mal hintereinander unbesiegt und hat nun 40 Zähler auf dem Konto.

„Ich würde mir natürlich wünschen – da mache ich kein Geheimnis draus – dass sich zum Wochenende vieles zu unseren Gunsten erledigen kann“, hatte Thioune vor dem Anpfiff gesagt – doch die Grün-Weißen zeigten zunächst eine ernüchternde Vorstellung.

Bremen, das zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen geholt hatte, tat sich nach vorne enorm schwer und entwickelte in der ersten Halbzeit keine Torgefahr. Ganz anders die Gäste: Aus einer sicheren Grundordnung ließ der FC hinten überhaupt nichts anbrennen und zeigten sich offensiv eiskalt. Erst traf Kade nach feiner Vorarbeit von Michael Gregoritsch per Flachschuss, kurz vor der Pause erhöhte er per Kopf. Die Bremer Fans quittierten den Auftritt ihrer Mannschaft mit Pfiffen.

Werder-Stars üben deutliche Kritik

„Wir wollten heute mit Feuer und Energie rauskommen, wir wollten das Stadion von der ersten Minute anheizen“, sagte Werder-Kapitän Marco Friedl nach Abpfiff bei Sky. Wirklich funktionieren wollte das jedoch nicht: „Wir sind die erste Halbzeit nur nachgelaufen, waren immer ein Schritt zu spät“, kritisierte der Österreicher den Auftritt seiner Mannschaft. „Das war heute von der ersten Sekunde bis zur letzten Sekunde nicht genug“, monierte auch Torschütze Romano Schmid.

Zwei Wochen nach dem emotionalen Sieg im Nordderby gegen den HSV und einem Punktgewinn in Stuttgart war die Niederlage gegen den FCA ein dicker Dämpfer für die Grün-Weißen im Kampf um den Klassenerhalt, den Werder somit frühestens kommende Woche klarmachen kann. Man wolle diese „scheiß Saison“ nun irgendwie zu Ende bringen, beklagte Friedl.

Bundesliga: Werder mit hartem Restprogramm

„Wir haben uns das ein Stück weit anders vorgestellt. Bei den Gegentoren musst du enger dran sein, das musst du besser machen“, monierte Werder-Sportchef Clemens Fritz in der Halbzeit bei Sky: „Intern hat bei uns keiner davon gesprochen, dass wir schon durch sind. Wir haben uns das anders vorgestellt und müssen jetzt mehr auf den Platz bringen.“

Das tat Werder, die Grün-Weißen kamen mit reichlich Schwung aus der Kabine – und zum 1:2. Doch Augsburg zeigte sich davon unbeeindruckt und stellte schnell wieder auf den alten Zwei-Tore-Vorsprung. Die von vielen erwartete Bremer Schlussoffensive blieb aus, der Augsburger Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Für Werder könnte es angesichts der schweren Spiele in Hoffenheim und zum Abschluss gegen Borussia Dortmund nochmal eng werden.