Nach der Entlassung von Albert Riera läuft die Trainersuche bei Eintracht Frankfurt auf Hochtouren. Ein Kandidat kristallisiert sich dabei immer mehr heraus: Matthias Jaissle.
Eintracht Frankfurt: Eine heiße Spur führt nach Saudi-Arabien
Wird er der neue Eintracht-Coach?
Wie SPORT1 nun erfuhr, liebäugelt Jaissle mit einer neuen Herausforderung in Europas Top-5-Ligen: Der 38-Jährige kann sich ein Engagement in Frankfurt sehr gut vorstellen.
Jaissle offen für neue Herausforderung
Jaissle wäre demnach sogar bereit, Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen. Der Nürtinger steht noch bis 2027 bei Wüstenklub Al-Ahli unter Vertrag und verdient dort bis zu 15 Millionen Euro jährlich – eine Summe, die für die Eintracht nicht infrage kommt.
Doch Jaissle würde – wenn die Bundesliga oder gar die Premier League lockt – Abstriche in Kauf nehmen. Er gilt als großes Trainertalent, kennt die Bundesliga bislang jedoch nur aus seiner aktiven Zeit als Fußballer.
Eine Cheftrainer-Station im deutschen Oberhaus ist für ihn daher besonders reizvoll. Nach SPORT1-Informationen hat die Eintracht bereits bei Jaissle vorgefühlt.
Krösche gilt als großer Fan von Jaissle
Was noch für Jaissle spricht: Sportvorstand Markus Krösche gilt als großer Fan und buhlte bereits im Sommer 2023 um den ehemaligen Hoffenheim-Profi. Die beiden kennen sich aus dem RB-Kosmos (Krösche arbeitete für RB Leipzig, Jaissle unter anderem für RB Salzburg), pflegen ein gutes Verhältnis zueinander und sind seither stets im Austausch.
Beraten wird Jaissle von der Agentur SEG (Sports Entertainment Group), die unter anderem auch Startrainer Pep Guardiola betreut. Im Winter dieses Jahres bemühte sich Krösche erneut um Jaissle (SPORT1 berichtete), ein Deal kam aber nicht zustande.
Bei der Eintracht entschied man sich schließlich für Riera – dreieinhalb Monate später war die Zusammenarbeit schon wieder beendet. Krösche zog auf der Abschlusskonferenz am Dienstag ein ernüchterndes Fazit und gestand eigene Fehler ein.
Riera-Nachfolge: „Sind in guten Gesprächen“
Nun geht es darum, einen Nachfolger für den Heißsporn aus Spanien zu finden. „Wir wollen zeitnah eine Lösung finden, wir sind in guten Gesprächen“, sagte Krösche.
Nach SPORT1-Informationen soll ein deutschsprachiger Trainer her. Ein Übungsleiter, der wieder Power-Fußball spielen lässt und das Publikum anzündet. Ein Profil, das Jaissle erfüllt. Standardgemäß lässt er ein 4-2-3-1-System spielen.
Was darüber hinaus für Jaissle spricht: Er gilt als gradlinig, verfügt über eine seriöse Persönlichkeit und setzt vermehrt auf junge Spieler. Genau das, was man bei der Eintracht jetzt braucht. Keine Experimente mehr.
Diese Namen hat die Eintracht auf dem Zettel
Im Gegensatz zum Winter scheint jetzt auch das Timing zu passen – nachdem Jaissle mit Al-Ahli jüngst zum zweiten Mal die AFC Champions League gewann und nun offen für Neues ist.
Neben Jaissle zählen auch Ex-Trainer Adi Hütter (trainierte die Eintracht von 2018 bis 2021), Kjetil Knutsen (Bodö Glimt), Jacob Neestrup und Domenico Tedesco (beide vereinslos) zu den potenziellen Kandidaten.