Ein alter Bekannter kehrt an den Main zurück. Adi Hütter übernimmt fünf Jahre nach seinem geräuschvollen Abgang als Cheftrainer bei Eintracht Frankfurt.
Eintracht Frankfurt wählt mit Adi Hütter die Angsthasenlösung - Kommentar
Frankfurt wählt die Angsthasenlösung
Sportvorstand Markus Krösche wählt also die Angsthasenlösung. Kein Wunder. Das Experiment Albert Riera ist ja auch krachend gescheitert.
Warum Adi Hütter für Eintracht Frankfurt die Angsthasenlösung ist
Mit Hütter weiß man in Frankfurt ganz genau, woran man ist. Keine Turbulenzen mehr. Der Österreicher bringt jede Menge Erfahrung mit, lässt Vollgas-Fußball spielen, kennt den Verein gut. Vielleicht sogar zu gut.
„Sehr emotional für mich“, sagt Hütter, der die Eintracht 2021 noch im Stich gelassen hatte, zu seiner Rückkehr. Nach drei Jahren als Coach ließ er sich damals von Max Eberl locken, sagte mitten im Saisonendspurt Ligakonkurrent Gladbach zu, verspielte damit viel Kredit bei den Fans.
Es wirkt, als wäre Eintracht Frankfurt vor Hütter eingeknickt
Auch mit den Frankfurter Bossen verscherzte er es sich damals. Allen voran mit Axel Hellmann. Inzwischen hat man sich längst ausgesprochen, die Wogen sind geglättet.
Und doch wirkt es, als wäre man eingeknickt. Ausgerechnet Hütter. Derjenige, der der Eintracht eiskalt den Rücken gekehrt hatte.
Krösche war damals noch gar nicht im Amt. Nach erfolgreichen Jahren hat der Kaderplaner nun einen Ruf zu verlieren. Mit Hütter wählte er die unkomplizierte Lösung, lehnte sich nicht gerade aus dem Fenster.
Die Zukunft von Krösche hängt an Hütter
Denn auch seine Zukunft hängt gewissermaßen von Hütters Erfolg ab. Geht das schief, könnte er sich lukrative Zukunftsoptionen verbauen, darunter potenzielle Engagements aus der Premier League.
Die Ansprüche in Frankfurt an Trainer und Vereinsführung sind in den letzten Jahren enorm gewachsen. Hütter stieß 2019 mit den Adlerträgern bis ins Halbfinale der Europa League vor. Was damals noch als Überraschungs-Coup galt, ist mittlerweile der ganz normale Anspruch.