Stefan Effenberg hat nach dem Elfmeter-Aufreger beim Sieg des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg leise Kritik geübt – allerdings nicht an Wölfe-Profi Jeanuel Belocian, sondern am deutschen Rekordmeister.
Unfairer Trick gegen Bayern? Effenberg kann im Doppelpass nur müde lächeln
Unfair? Effenberg lächelt müde
Zur Erinnerung: Belocian hatte den Elfmeterpunkt vor einem Strafstoß von Harry Kane mit den Stollen bearbeitet, der sonst so sichere Schütze der Münchner verfehlte den Kasten prompt komplett.
„Clever war es nicht von den Bayern“, befand TV-Experte Stefan Effenberg im SPORT1 Doppelpass: „Normalerweise stellst du immer ein oder zwei Spieler dorthin, um den Elfmeterpunkt zu schützen. Oder der Spieler selber, der antritt, checkt und kontrolliert nochmal alles.“
Effenberg: Bayern selbst Schuld
Effenberg, der als Spieler selbst einst an der Grenze des Erlaubten agierte, schlug damit in dieselbe Kerbe wie zuvor auch schon Bayerns Trainer Vincent Kompany. „Ich glaube, wenn es am Mittwoch gegen Paris passiert wäre, hätten wir zwei, drei Spieler am Elfmeterpunkt gehabt“, hatte dieser nach dem Spiel bei Sky gesagt.
Kompany hatte Verständnis für die Aktion eines Spielers, dessen Team gegen den Abstieg kämpft, gezeigt – anders als sein Spieler Tom Bischof, der fehlendes Fairplay bemängelte. SPORT1-Experte Effenberg wollte die Szene derweil nicht überbewerten: „Ich würde jetzt nicht sagen, grob unsportlich, es war unsportlich, aber mei … selber schuld.“
Ähnlich wie Effenberg wollte auch Doppelpass-Gast Friedhelm Funkel das Thema nicht überbewerten. „Ich finde, das ist clever“, sagte die Liga-Legende über Belocian: „Natürlich mit einem Hang zur Unsportlichkeit, überhaupt keine Frage. Aber ich kann mich daran erinnern, dass ich das früher auch schon mal gemacht habe.“