Zwei Jahre lang spielte James Rodríguez für den FC Bayern in der Bundesliga – und lief dabei unter drei verschiedenen Cheftrainern auf. Einer ist ihm dabei aber nicht besonders positiv im Gedächtnis geblieben. Die Rede ist vom aktuellen BVB-Trainer Niko Kovac.
Ex-Bayern-Star lästert über Kovac: "Fahre ich bei der Tour de France?"
Ex-Bayern-Star lästert über Kovac
„In meinem ersten Jahr hatte ich das Glück, dass Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes Spanisch sprachen. Im zweiten Jahr kam Kovac“, sagte der Kolumbianer in seiner Netflix-Dokumentation „James“ und erklärte: „Jeder Trainer hat seine Lieblinge, und ich gehörte nicht dazu.“
James kritisiert Training unter Kovac
Insbesondere die Trainingsmethoden von Kovac, der 65 Spiele lang an der Seitenlinie des Rekordmeisters stand, sorgten bei James offenbar für Unmut. „Er wollte, dass die Spieler nach dem Training 30 Minuten Rad fahren. Ich sagte zu ihm: ‚Wofür trainiere ich denn? Fahre ich etwa bei der Tour de France mit oder was?‘ Ich bin Fußballspieler“, blickte der 34-Jährige zurück.
Die Bemühungen, sich über Sprachkurse an die Bundesliga anzupassen, hielten sich bei James laut eigenen Angaben ebenfalls in Grenzen. „Ich habe es nicht durchgestanden, ich bin immer eingeschlafen. Ich habe ihm (Kovac, Anm. d. Red.) gesagt: ‚Ich will nicht lernen‘“, meinte er.
Eine Weltkarriere wird zur Rundreise
Der Durchbruch gelang James einst bei der WM 2014 in Brasilien, wo er mit Kolumbien ins Viertelfinale einzog und mit sechs Treffern zum Torschützenkönig wurde. Nach erfolgreichen Jahren wurde er schließlich an den FC Bayern verliehen. In 67 Partien erzielte der Offensivspieler 15 Tore für die Münchner und bereitete 20 Treffer vor.
Im Anschluss entwickelte sich die Karriere des einstigen Shootingstars zu einer Weltreise, mit Stationen in England, Katar, Griechenland, Brasilien, Spanien, Mexiko und zuletzt den USA. Als Führungsspieler will er Kolumbien bei der WM in wenigen Wochen erneut zum Erfolg führen.