Beim OGC Nizza ist Eintracht Frankfurts Leihgabe Elye Wahi regelrecht aufgeblüht. Nun hat der Stürmer kritisch auf die Zeit in der Mainmetropole und die bei seinem Ex-Klub Olympique Marseille zurückgeblickt.
Frankfurt-Flop rechnet ab: "Man hat mir keine Chance gegeben"
Frankfurt-Flop rechnet ab
„In Marseille war ich 21 Jahre alt und man hat mir vier Monate Zeit gegeben, mich zu beweisen – das ist nicht viel“, betonte Wahi im Interview mit der französischen Zeitung L’Équipe. Nach dem Intermezzo an der Mittelmeerküste wechselte der 23-Jährige im Januar 2025 nach Frankfurt.
Dazu erklärte Wahi: „In Deutschland habe ich eine andere Welt entdeckt, ohne die Sprache zu sprechen. Ich hatte vier Einsätze in der Startelf in einem Jahr und ein paar kurze Einsätze: Selbst wenn man Lionel Messi heißt, braucht man Zeit, um seine Qualitäten zu zeigen.“
Eintracht-Leihgabe übt Kritik: „Man hat mir keine Zeit gelassen“
Für Wahi steht fest: „Bei diesen beiden Vereinen hat man mir keine Zeit gelassen und mir keine Chance gegeben.“ Seine Aussagen könnten dabei auch als Kritik an Ex-Eintracht-Coach Dino Toppmöller verstanden werden, der ihn in Frankfurt trainiert hatte.
„In der Vorsaison habe ich in den Vorbereitungsspielen getroffen, bevor sie einen anderen Stürmer (Jonathan Burkardt; Anm. d. Red.) holten, den der Trainer aufstellte. Ich glaube, ich kann in Nizza beweisen, dass ich meine Chance nutze, wenn man sie mir gibt“, erläuterte Wahi.
Innerhalb eines Jahres habe er „einen kompletten Wandel“ erlebt: „Vom vielversprechenden Nachwuchsspieler zum Spieler, der gar nicht mehr zum Einsatz kommt.“ Dieser Lernprozess habe ihn reifen lassen.
Wahi erinnerte sich an Balotelli, Ben Afra und Co.
Seit Beginn seiner Leihe zu Nizza im Januar 2026 erzielte Wahi in 15 Pflichtspielen sieben Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor. In seinen ersten beiden Ligaspielen traf er bereits jeweils einmal, während ihm in Frankfurt insgesamt nur ein Tor im DFB-Pokal gelungen war.
Seine starken Leistungen in Nizza halfen zudem dabei, den abstiegsbedrohten Klub zu stabilisieren – und sogar ins Pokalfinale gegen RC Lens einzuziehen.
„Ich wusste, dass ich Spielzeit bekommen würde. Ich kannte die Ligue 1, es ist ein großer französischer Verein. Ich erinnerte mich daran, dass Hatem Ben Arfa, Valère Germain oder Mario Balotelli durch ihren Wechsel nach Nizza wieder in Schwung gekommen waren. Genau das mache ich gerade“, sagte Wahi.
Kassiert Frankfurt eine Millionensumme?
Damit spielte sich der Angreifer auch in den Fokus der ivorischen Nationalmannschaft. Nachdem er zuletzt für die Elfenbeinküste debütierte, hofft er nun auch auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft im Sommer.
Derweil sind seine guten Leistungen auch für Eintracht Frankfurt von Vorteil: Die Hessen könnten Wahi nach Ablauf der Leihe im Sommer für eine ordentliche Millionensumme verkaufen.