Gerd vom Bruch, der Borussia Mönchengladbach zunächst als Co-Trainer und ab November 1989 auch als Chefcoach betreute, ist am vergangenen Freitag im Alter von 84 Jahren gestorben. Das teilte der Klub nun mit.
Gladbach trauert um Klub-Legende - Marcell Jansen mit bewegenden Worten
Gladbach trauert um Klub-Legende
Vom Bruch übernahm die Borussia damals inmitten einer komplizierten Phase und wurde so zum ersten „Feuerwehrmann“ der Klubgeschichte. Am Ende der Saison schaffte er den Klassenerhalt. Platz 15 war allerdings die bis dahin schlechteste Bundesliga-Platzierung des Vereins aller Zeiten.
Nach weiteren Trainerstationen beim Wuppertaler SV, Alemannia Aachen und Rot-Weiß Oberhausen nahm vom Bruch im Jahr 2000 eine neue Herausforderung an. Er wurde Spielerberater und gründete die Agentur „Coaches and more“, die später mit „Roof“ fusionierte. Zu seinen namhaftesten Klienten gehörten Marcell Jansen, Marc-André ter Stegen und Christoph Kramer.
Marcell Jansen findet bewegende Worte
Mit emotionalen Worten nahm Jansen Abschied von seinem früheren Wegbegleiter. „Ich glaube, tief in mir hatte ich immer Angst vor genau diesem Moment. Vor dem Gedanken, dass irgendwann die Nachricht kommt, dass du nicht mehr da bist“, schrieb der frühere Nationalspieler in einem Beitrag auf Facebook: „Und jetzt ist dieser Moment da.“
„Du warst für mich viel mehr als ein Berater oder Wegbegleiter im Fußball. Du warst für mich wie eine zweite Vaterfigur“, schrieb Jansen weiter: „In dieser verrückten Fußballwelt warst du für uns als Familie ein unglaublicher Halt. Wir wussten immer: Wenn Gerd dabei ist, dann ist alles gut.“
Zugleich erinnerte sich Jansen auch an den für ihn unvergesslichen Moment, als er sich dazu entschied, mit 29 Jahren seine aktive Karriere zu beenden. Er habe zunächst nicht gewusst, wie er es vom Bruch sagen soll. Er habe Jansen dann nur angeschaut, gelacht und gesagt: „Langer, ich wusste immer, du bist verrückt. Aber wenn es sich richtig anfühlt, dann mach genau das.“
Abschließend bedankte sich Jansen für die gemeinsame Zeit: „Es ging dir nie nur um Fußball. Es ging dir immer um den Menschen.“