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FC Bayern: Für Hamann verdient Musiala "viel zu viel"

Hamann stört sich an Musialas Gehalt

Dietmar Hamann kritisiert das Gehaltsgefüge beim FC Bayern scharf. Ein Star sticht für ihn in dieser Hinsicht besonders negativ heraus.
Florian Wirtz wird sich wohl dem FC Liverpool anschließen - Didi Hamann spricht über Wirtz vermeintliche Entscheidung für die Reds.
Conrad Fröhlich
Dietmar Hamann kritisiert das Gehaltsgefüge beim FC Bayern scharf. Ein Star sticht für ihn in dieser Hinsicht besonders negativ heraus.

Dass die Kritik von Dietmar Hamann gegenüber dem FC Bayern hin und wieder etwas schärfer ausfällt, ist nichts Neues und war zuletzt auch nach dem Bayern-Aus gegen PSG zu beobachten. Nun hat der TV-Experte das Gehaltsgefüge der Münchner ins Visier genommen und dabei seinen Fokus insbesondere auf Jamal Musiala gerichtet. Seine Behauptung: Der deutsche Nationalspieler verdient mehr als bisher angenommen.

„Sein Vertrag ist genauso langfristig angelegt wie der von Davies und sieht nicht wie kolportiert 25 Millionen vor, sondern meines Wissens bis zu 30 Millionen Euro im Jahr, zuzüglich Beraterhonorar“, heißt es in einem Auszug von Hamanns Buch „Der Spielverderber“, der von der Bild veröffentlicht wurde.

Hamanns Fazit: „Das halte ich für einen 22-Jährigen für viel zu viel. Das Gehalt von Jamal Musiala muss einem Sorgen bereiten.“

Dem Ex-Nationalspieler zufolge sei das komplette Gehaltsgefüge beim FC Bayern außer Kontrolle geraten. Ein Grund dafür? Der immer stärkere Einfluss der Berater: „Bei Real, Barca, PSG, Liverpool und City entscheidet der Verein, beim FC Bayern entscheiden die Berater. Oder sonst wer.“ Als Beispiele nannte der 52-Jährige unter anderem die gescheiterte Verlängerung mit Leroy Sané sowie die zähen Vertragsverhandlungen mit Dayot Upamecano.

Musiala „wird nicht mehr als Talent gesehen“

Hamanns betonte, dass Bayern seine Spieler „zu gut“ bezahle und nannte neben Musiala und Davies eine Reihe weiterer Spieler, darunter Luis Díaz: Dieser habe „sein Gehalt in München im Vergleich mit Liverpool mindestens verdoppelt. Kimmichs Vertrag wurde mit denselben Bezügen um vier Jahre verlängert, mit Ablauf wird er 34 sein. Upamecano wurden wohl 20 Millionen Euro pro Jahr angeboten.“

Mit den gestiegenen Gehältern käme laut Hamann auch eine deutlich größere Erwartungshaltung einher. So werde Musiala in der Kabine nun „nicht mehr nur als Talent gesehen, dem man einiges nachsehen sollte, sondern als Spitzenverdiener, der ein höheres Gehalt einstreicht als der Kapitän von England – und der nun liefern muss“.