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Laimer-Poker beim FC Bayern: Toni Kroos mit klarer Meinung

Kroos mischt sich in Bayern-Causa ein

Toni Kroos rät den Bayern zu einer Verlängerung mit der defensiven Allzweckwaffe Konrad Laimer - auch wenn diese eine teure Angelegenheit werden könnte.
Nach dem verlorenen Halbfinal-Rückspiel gegen PSG und seinem TV-Interview geht Konrad Laimer gefrustet, ohne ein Wort zu sagen, an den Reportern der Mixed Zone vorbei.
Conrad Fröhlich, Maximilian Huber
Toni Kroos rät den Bayern zu einer Verlängerung mit der defensiven Allzweckwaffe Konrad Laimer - auch wenn diese eine teure Angelegenheit werden könnte.

Die Vertragsverhandlungen zwischen Konrad Laimer und dem FC Bayern München gestalten sich weiterhin schwierig. Das Arbeitspapier des Österreichers läuft im Sommer 2027 aus. Eine Einigung ist nicht in Sicht, am 28-Jährigen könnte ein Exempel statuiert werden.

Die Gehaltsvorstellungen zwischen beiden Parteien sollen weit auseinanderliegen. Diesen Stand kennt auch Toni Kroos, der dem FC Bayern rät, den ein oder anderen Euro mehr in die Hand zu nehmen, um Laimer langfristig zu binden. „Er ist wichtig für die Mannschaft. Er hat seine Wichtigkeit unter Beweis gestellt. Und das darf man bei Spielern nicht unterschätzen, die keine 40 Tore machen, auch denen ’nen Euro zu bezahlen“, sagte der Weltmeister von 2014 in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“.

Gleichzeitig betonte Kroos jedoch auch, dass er keine Zahlen rund um die Diskussion kennt. „Ich weiß aber nicht, was gefordert wird.“

Hoeneß: „Er ist nicht Maradona“

Wenige Tage zuvor stellte auch FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß klar, dass Laimer innerhalb des Klub ein großes Ansehen genieße.

„Konny ist ein Spieler, den ich sehr liebe“, sagte der 74-Jährige im Gespräch mit DAZN. Laimer sei „für die Mannschaft extrem wichtig, genauso für die Außendarstellung des Vereins.“ Trotzdem hatte Hoeneß in Bezug auf einen neuen Vertrag für den Außenverteidiger eine klare Ansage parat: „Aber er ist eben nicht Maradona.“

Der 28-Jährige müsse bei seinen Forderungen „akzeptieren, dass es Grenzen gibt“, betonte Hoeneß. Laimer solle sich seiner finanziellen Situation beim deutschen Rekordmeister bewusst sein: „Was er aktuell verdient, können nur sehr wenige Vereine in Europa überhaupt anbieten“, meinte das Aufsichtsratsmitglied weiter.

Der Defensivallrounder, der sowohl auf beiden Abwehrseiten als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, spielt eine starke Saison. Er absolvierte die Großzahl der Partien von Anfang an und ist aus der Kompany-Elf kaum wegzudenken.