Bei Bayer Leverkusen laufen die Planungen für die kommende Saison – und das wohl ohne Kasper Hjulmand. Offiziell ist die Trennung zwar noch nicht vollzogen, intern aber gilt als ausgemacht, dass der Däne trotz eines bis 2027 datierten Vertrags keine Perspektive mehr haben dürfte. Auf einen starken Start folgte ein markanter Leistungsabfall in der Rückrunde, durch den die Rheinländer in der Bundesliga bis auf Rang sechs zurückfielen und die erneute Qualifikation für die Champions League verpassten.
Leverkusen: Macht Alonso den Weg für neuen Bayer-Coach frei?
Öffnet sich für Bayer eine neue Tür?
Gleichzeitig gestaltet sich die Suche nach einem Nachfolger kompliziert. Seit Wochen kursieren mehrere Namen, darunter Michel vom FC Girona, der intensiv mit Ajax Amsterdam in Verbindung gebracht wird. Auch Oliver Glasner, dessen Zeit bei Crystal Palace enden wird, sowie der frühere Profi Filipe Luís stehen auf der Kandidatenliste. Doch nun könnte ausgerechnet Meistertrainer Xabi Alonso eine Schlüsselrolle spielen und bei einer anderen Personalie helfen: Andoni Iraola.
Der 43-Jährige galt lange als Kandidat für einen Wechsel zum FC Chelsea. Inzwischen haben die Blues allerdings eine andere Entscheidung getroffen und Alonso verpflichtet. Für Iraola ist damit eine Tür auf höchstem englischen Niveau zugefallen, genau darin erkennt Leverkusen offenbar eine kleine Chance. Medienberichten zufolge beschäftigen sich die Verantwortlichen der Werkself bereits seit geraumer Zeit mit dem Basken – wenngleich sie mit ihrem Interesse nicht allein sind: Unter anderem soll auch Crystal Palace Iraola weiterhin beobachten.
Leverkusen: Rolfes und Hjulmand halten sich bedeckt
Sportchef Simon Rolfes wich der Trainerfrage nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV und dem Finale im Rennen um die Königsklasse aus. „Kasper hat einen Vertrag, deswegen müsste ich was verkünden, wenn es etwas anderes gäbe“, sagte er. Auf eine Nachfrage, wann es Klarheit auf der Trainerposition geben solle, antwortete Rolfes: „Wir wollen in möglichst vielen Sachen so schnell wie möglich Klarheit haben.“ Noch haben die Bosse nicht abschließend mit Hjulmand gesprochen.
Hjulmand selbst leitete die Frage nach seiner Zukunft an Rolfes weiter. „Ich habe einen Vertrag für nächste Saison. Darauf bin ich fokussiert“, sagte der 54-Jährige und hielt sich zu seiner Zukunft bedeckt: „Was ich mit Simon spreche, das ist zwischen uns. Es ist nicht meine Aufgabe zu spekulieren.“