Bundesliga>

Nach dem Abstieg: Jetzt droht Wolfsburg ein großer Umbruch

So geht es nach dem Super-GAU weiter

Der VfL Wolfsburg steigt erstmals aus der Bundesliga ab. Der Absturz in die Zweitklassigkeit hat für den Klub aus der Autostadt vielschichtige Konsequenzen.
Der VfL Wolfsburg steigt zum ersten Mal seit 29 Jahren aus der Bundesliga ab. Die Fans sind zutiefst erschüttert.
Der VfL Wolfsburg steigt erstmals aus der Bundesliga ab. Der Absturz in die Zweitklassigkeit hat für den Klub aus der Autostadt vielschichtige Konsequenzen.

Am Pfingstmontag um 23.05 Uhr wurde das Horrorszenario für den VfL Wolfsburg Realität. Mit dem Abpfiff des Rückspiels in der Relegation beim SC Paderborn war nicht nur die 1:2-Niederlage nach Verlängerung besiegelt, sondern auch der erstmalige Abstieg der Wölfe aus der Bundesliga.

Nach 29 Jahren Zugehörigkeit zum Fußball-Oberhaus spielt der Klub aus der Autostadt ab der kommenden Saison wieder zweitklassig. Und die Frage lautet nun: Wie geht es weiter in Wolfsburg?

VfL Wolfsburg nach Abstieg vor großem Umbruch

Trainer Dieter Hecking fiel der Ausblick unmittelbar nach dem Spiel schwer. „Wenn man fast 30 Jahre in der Bundesliga gespielt hat, dann ist die Enttäuschung groß bei allen im Verein, bei den Fans. Das muss auch so sein, wenn etwas Neues entstehen soll.“ Und er fügte hinzu: „Wir werden sehen, was jetzt in den nächsten Tagen passieren wird.“

Fakt ist: Nach SPORT1-Informationen gilt jeder laufende Spieler-Vertrag auch für die 2. Bundesliga, logischerweise aber zu deutlich geringeren Bezügen. Das Gehalt liegt mehr oder weniger bei einem Drittel dessen, was die Wolfsburger Spieler bislang in der Bundesliga verdient haben.

Daher dürfte sich das Gesicht der Mannschaft verändern. Der langjährige Wolfsburger Führungsspieler Maximilian Arnold, der den Saisonendspurt verletzungsbedingt verpasste, könnte bei einem Neustart in der Zweiten Liga vorangehen.

Erster Neuzugang für die neue Saison bereits fix

Als erster Transfer für die neue Saison stand die Rückkehr von Elvis Rexhbecaj vom FC Augsburg schon vor der Entscheidung in der Relegation fest. Zuletzt wurde auch Hauke Wahl vom Mitabsteiger FC St. Pauli als potenzieller Neuzugang bei den Wölfen gehandelt.

Ansonsten wird es im Kader aller Voraussicht nach einen radikalen Umbruch geben. Mittelfeldstar Christian Eriksen, dessen Vertrag bis 2027 datiert ist, dürfte ebenso den Wölfen den Rücken kehren wie Mohamed Amoura, Patrick Wimmer, Lovro Majer und Torhüter Kamil Grabara.

Auch die Trainerfrage ist noch offen. Hecking selbst verwies kurz nach dem Abpfiff auf das „klare Agreement“, das er mit den Verantwortlichen beschlossen habe, als er Anfang März seine nun gescheiterte Rettungsmission angetreten hatte: „Wir haben gesagt, wir spielen das jetzt und schauen danach, wie es gewesen ist.“

Bleibt Hecking Wolfsburg erhalten?

Der 61-Jährige kündigte zudem an: „Wir werden es die nächsten ein, zwei Tage mal sacken lassen. Dann werden wir mal sprechen.“ Möglich, dass Hecking in anderer Funktion in Wolfsburg weitermacht. Nicht unwahrscheinlich ist, dass er einen Vorstandsposten übernimmt.

Und was macht der Geldgeber? Der Autokonzern VW wird sich nicht komplett zurückziehen, sondern den Wiederaufbau unterstützen – aber zu geringeren Bezügen. Laut Bild soll der jährliche Etat auf rund 55 Millionen Euro gesenkt werden.

Davon fließt allerdings nicht alles in die Zweitliga-Mannschaft, Teile davon sind auch für das Frauen-Team, die Jugend und die Infrastruktur vorgesehen. Bislang soll VW dem VfL jährlich etwa 80 Millionen Euro zur Verfügung gestellt haben.

Die Zeit, die Wunden bei den Wölfen zu lecken, ist verhältnismäßig knapp. Schon am 7. August startet die 2. Bundesliga in ihre neue Saison – drei Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt.

Alle Tipps und Tricks zum Thema Sportwetten sowie die besten Boni, Quoten und Anbieter gibt es HIER | ANZEIGE