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Eintracht-Boss verurteilt Verhalten der Fans scharf

„Wahnsinn und inakzeptabel“

Die Fans von Eintracht Frankfurt zünden im letzten Saisonspiel Pyrotechnik und schießen Raketen aus dem Block. Alexander Nübel vom VfB Stuttgart wird dabei gefährdet, zwei Fans verletzt. Die Eintracht verurteilt den Angriff scharf.
Nach dem 3:3 im Duell um die Champions-League-Plätze gegen Hoffenheim lobt Trainer Sebastian Hoeneß seine Spieler Chris Führich und Alexander Nübel. Er ist überzeugt, dass beide der Nationalmannschaft weiterhelfen könnten und unterstreicht ihre starke Form.
Die Fans von Eintracht Frankfurt zünden im letzten Saisonspiel Pyrotechnik und schießen Raketen aus dem Block. Alexander Nübel vom VfB Stuttgart wird dabei gefährdet, zwei Fans verletzt. Die Eintracht verurteilt den Angriff scharf.

Gefährliche Szene um Alexander Nübel: Der Keeper des VfB Stuttgart wurde beim Ligaspiel gegen Eintracht Frankfurt (Endstand: 2:2) beinahe von einer Rakete getroffen.

In der 28. Minute spielte Frankfurts Ritsu Doan einen Querpass im gegnerischen Sechzehner, der zu einer Ecke geklärt wurde.

Geschoss Richtung Nübel kam aus dem Frankfurt-Block

Währenddessen explodierte plötzlich ein Feuerwerkskörper – nur wenige Meter von Nübel entfernt. Auch Doan und Angelo Stiller wurden beinahe getroffen. Das Geschoss kam aus der Frankfurter Kurve.

„Man muss einfach probieren, das auszublenden. Das ist übertrieben schwer, wenn so nah neben deinem Ohr, neben deinem Gesicht etwas quasi in die Luft geht, explodiert“, sagte der momentan verletzte Frankfurter Nnamdi Collins in der Halbzeitpause bei Sky.

Nübel, Doan und Stiller schien die gefährliche Aktion nicht groß beeinträchtigt zu haben. Alle drei Akteure konnten die Partie fortsetzen. Dafür wurden allerdings zwei Fans in der Kurve verletzt, wie die Eintracht nach der Partie in einem ersten Statement mitteilte.

„Diese Aktion ist ein Wahnsinn, nicht nachzuvollziehen und vollkommen inakzeptabel. Mit Böllern und vor allem Raketen nimmst du genau das in Kauf, was jetzt passiert ist. Wir versuchen aktuell, mit den Betroffenen in Kontakt zu treten“, verurteilte Vorstandsmitglied und Direktor Recht Philipp Reschke die Aktion scharf.

Pyrotechnik und Nebel – Anpfiff verspätet sich

„Die Fans wollen Feuer machen. Dafür steht Frankfurt auch. Aber im Endeffekt soll keinem Spieler auf dem Platz etwas passieren. In solchen Situationen muss man aufpassen, dass dem Spieler nichts passiert“, mahnte Collins.

In der 72. Minute verursachte Nübel dann einen Elfmeter. Er kam nach einer Unsicherheit, die zu einem Ballverlust führte, gegen SGE-Stürmer Jonathan Burkardt zu spät. Burkardt verwandelte souverän zum zwischenzeitlichen 1:2. Kurz vor Schluss traf Burkardt noch ein zweites Mal vom Elfmeterpunkt (90.+2) – diesmal per Handelfmeter.

Chema Andrés (10.) und Nikolas Nartey (45.+4) hatten zuvor für den VfB getroffen. Das Unentschieden reicht dem VfB aber zur CL-Qualifikation, auch weil die TSG Hoffenheim mit 0:4 bei Borussia Mönchengladbach unter die Räder geriet.

Bereits vor dem Anpfiff zündeten die Frankfurt-Fans jede Menge Pyrotechnik. Das Stadion war in dichten Nebel gehüllt. Schiedsrichter Tobias Welz war in seinem letzten Spiel gezwungen, die Partie mit Verspätung anzupfeifen.