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Ein in der Bundesliga nie dagewesenes Szenario ist perfekt!

Bundesliga-Novum ist perfekt!

Heidenheim darf weiter auf den Bundesliga-Verbleib hoffen - und zieht mit Wolfsburg und St. Pauli gleich. Eine derartige Ausgangslage gab es im Abstiegskampf noch nie.
Vor Wochen galt der FC Heidenheim bereits als abgestiegen. Nun ist der Verein von Frank Schmidt wieder in der Verlosung. Der Glaube bei den Verantwortlichen ist entsprechend stärker denn je.
Heidenheim darf weiter auf den Bundesliga-Verbleib hoffen - und zieht mit Wolfsburg und St. Pauli gleich. Eine derartige Ausgangslage gab es im Abstiegskampf noch nie.

Die Überlebenskünstler des 1. FC Heidenheim hoffen mehr denn je auf den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Durch ein 3:1 (2:1) beim 1. FC Köln am vorletzten Spieltag zog das Team von Trainer Frank Schmidt nach Punkten mit dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg gleich – und sorgte für ein Saisonfinale, das an Spannung kaum zu überbieten ist. Dass die drei Teams auf Rang 16, 17 und 18 mit derselben Punkteausbeute in den 34. Spieltag gehen, hat es in der Bundesliga zuvor noch nie gegeben.

Erstmals seit dem 18. Spieltag ist der FCH nicht mehr Schlusslicht. Mit einem Sieg gegen den FSV Mainz 05 am kommenden Samstag (15.30 Uhr) ist der Sprung in die Relegation noch möglich. Wenn die Konkurrenten remis spielen, reicht den Heidenheimern ein eigener Sieg.

„Jetzt sind wir nochmal im Spiel“, freute sich Doppelpacker Jan Schöppner bei DAZN: „Ohne den Dreier wäre es aus gewesen.“ Viele hätten den FCH schon abgeschrieben, fuhr er fort: „Vielleicht haben wir auch seitdem ein bisschen befreiter aufgespielt. Seitdem punkten wir auf einmal.“

Bundesliga: Heidenheim hält Hoffnungen am Leben

Schöppner (8./72.) und ein Eigentor des Kölner Verteidigers Kristoffer Lund (28.) lassen den FCH weiter auf die vierte Bundesliga-Saison hoffen. Köln war trotz eines über weite Strecken dominanten Auftritts zu ineffizient. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Marius Bülter war zu wenig (10.).

„Jetzt mal ehrlich. Was haben wir noch zu verlieren schon seit Wochen? Gar nichts – auch heute nicht“, sagte Schmidt vor dem Anpfiff. Die erneuten Patzer von St. Pauli und Wolfsburg hatten dem FCH weiterhin die Möglichkeit zur Rettung gelassen. Dafür forderte Schmidt einen Sieg, schließlich sei am letzten Spieltag „alles möglich“.

Der Auftakt gelang. Nach einem Fehler im Kölner Aufbauspiel nickte der vorgerückte Schöppner ein. Die Gastgeber, die am Samstag auf der Couch auch rechnerisch den Klassenerhalt verbuchten, reagierten allerdings prompt.

Köln unterläuft bitteres Eigentor

Zunächst verpasste Sebastian Sebulonsen noch den Ausgleich, einen Neuaufbau und keine 30 Sekunden später jagte Bülter den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. FCH-Keeper Frank Feller, dem Schmidt überraschend anstelle von Stammtorhüter Diant Ramaj das Vertrauen geschenkt hatte, war machtlos.

Danach war Köln dominanter – verhalf aber Heidenheim wieder in die Spur. Einen Abschluss von Arijon Ibrahimovic versuchte FC-Verteidiger Lund kurz vor der Linie zu klären – doch der vermeintliche Befreiungsschlag landete im eigenen Netz.

Nach dem Seitenwechsel hielt Heidenheim die FC-Offensive mit großem Einsatz im Griff und erarbeitete sich aussichtsreiche Konterchancen. Schöppner verpasste aus zehn Metern zunächst noch den Doppelpack und eine mögliche Vorentscheidung (62.). Zehn Minuten später machte er es besser und schob überlegt ein.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)