Die BVB-Legende Neven Subotic bedauert die Bundesliga-Abstiege von Heidenheim und St. Pauli. Der Ex-Fußballer hätte lieber den VfL Wolfsburg in der 2. Liga gesehen.
Subotic über Wolfsburg: "Traurig für den Fußball"
Subotic: „Traurig für den Fußball“
„Hätten es Heidenheim oder St. Pauli geschafft, wären die Städte explodiert voller Freude. Aber da (in Wolfsburg, Anm. d. Red.) nimmt man noch den Schweiß von der Fresse und denkt sich: Gerade schon wieder geschafft. Das ist traurig für den Verein, traurig für den Fußball“, befand Subotic im SPORT1 Doppelpass.
Drastische Worte des 37-Jährigen, der sich dabei aber explizit auf den Verein bezieht und mit seiner Aussage keinesfalls die Mannschaft ins Visier nehmen wollte.
Wolfsburg? Subotic ist enttäuscht
„Glückwunsch an die Mannschaft, dass sie es geschafft hat“, richtete Subotic sich an Spieler und Trainer. Die Wölfe hatten sich in einer schwierigen Situation im Saisonendspurt am letzten Spieltag mit einem 3:1-Sieg am Millerntor den Relegationsplatz gesichert.
Aus fußballromantischer Perspektive wäre dem Ex-Verteidiger aber ein anderer Ausgang deutlich lieber gewesen. „Als Fußball-Fan und Liebhaber für den Sport finde ich das enttäuschend“, erklärte Subotic und fügte an: „Beim Projekt Wolfsburg weiß ich nicht, ob die das als Erfolg verzeichnen.“
Wenn, dann würde man in Wolfsburg wohl erst den endgültigen Klassenerhalt als Erfolg verzeichnen. Von der Relegation können sich die Verantwortlichen nur etwas kaufen, wenn der VfL in den beiden Duellen mit dem 3. der 2. Liga die Oberhand behält. Wer der Gegner sein wird, klärt sich am Sonntagnachmittag.
Die Anwärter sind die SV Elversberg, Hannover 96 oder der SC Paderborn, die sich im Fernkampf um die Aufstiegsränge duellieren (im SPORT1-Liveticker).
Heidenheimer trotz Abstieg stolz
Die Chance, die der VfL nun in der Relegation bekommt, hätte sich der FC Heidenheim natürlich auch gewünscht. Die Aufholjagd des lange abgeschlagenen Tabellenletzten endete erfolglos (0:2 gegen Mainz).
Mut machte den FCH-Verantwortlichen aber vor allem die Art und Weise des „verdienten Abstiegs“ (Trainer Frank Schmidt). „Wir haben diesen Zusammenhalt gespürt. Und auf dem lässt sich etwas Neues entwickeln“, sagte Geschäftsführer Holger Sanwald. Das Verhalten aller, so Schmidt, gebe „Kraft und Zuversicht“. Er glaube ohnehin, „dass es keine Schande ist, wenn der 1. FC Heidenheim nach drei Jahren dann auch wieder in der zweiten Liga spielt“. Zumal sein Klub „mit Würde“ abgestiegen sei – wie auch der FC St. Pauli.