Nach Spielende wirkte Deniz Aytekin erleichtert. Sichtlich gelöst sprach er nach dem Schlusspfiff über seine Gefühle. „Es war sehr speziell. Teil dieser Fußballfamilie zu sein, war schön. Wenn man solange dabei ist und das solange aus nächster Nähe erlebt, ist das unglaublich“, sagte Aytekin bei DAZN nach seinem letzten Spiel als Unparteiischer.
Aytekins tränenreicher Abschied
Aytekins tränenreicher Abschied
Besonders seine Familie machte den Abschied für ihn besonders: „Heute ist das ganz besonders. Es sind alle da. Das nochmal so zu erleben ist wirklich sehr sehr speziell.“
Aytekin kommen die Tränen
Schon vor dem Spiel hatte Aytekin mit seinen Emotionen zu kämpfen. Als er zum Pre-Match-Interview bei Sky vor die Kameras trat liefen ihm die ersten Tränen übers Gesicht.
„Es ist echt schwer, gerade wegen der Familie. Das ist echt schwer“, stammelte Aytekin, bevor Sky-Experte Lothar Matthäus dem Unparteiischen zur Seite sprang, um das Wort zu ergreifen. Der Ex-Weltfußballer lobte Aytekin für seine Karriere, bedankte sich bei ihm und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.
Jan-Christian Dreesen, der ebenfalls Teil des Gesprächs war, ergriff auch die Gelegenheit, um sich bei Aytekin zu bedanken.
Der Vorstandsvorsitzende der Bayern überreichte dem Franken einen Blumenstrauß und ein kleines Präsent im Namen des FC Bayern. Dafür bedankte sich Aytekin und setzte seine Spielvorbereitung fort. Die Szenerie ereignete sich rund 20 Minuten vor dem Anpfiff in der Allianz Arena.
Aytekin: „Ich habe noch ein paar Minuten, das kriege ich hin“
Sorgen, dass Aytekins Emotionen vor Anpfiff Einfluss auf das Spielgeschehen haben könnten, sollten sich die Zuschauer und Akteure des Spiels nicht machen. „Ich habe noch ein paar Minuten, das kriege ich hin, “ meinte der Schiedsrichter knapp.
Aytekins offene und direkte Kommunikation fand in der Bundesliga großen Anklang. Auch außerhalb des Feldes erfreute er sich deshalb großer Beliebtheit. Der Referee blickt nach dem Bayern-Spiel auf 255 Bundesligaspiele und drei Titel als „DFB-Schiedsrichter des Jahres“ zurück.