Bundesliga>

Was sich der FC Bayern bei Davies nicht gefallen lässt

Was sich Bayern nicht gefallen lässt

Alphonso Davies ist verletzt, trotzdem hat der kanadische Verband einen Einsatz des Nationalspielers bei der WM im Blick. Das könnte wieder zu Ärger mit dem FC Bayern führen.
Nach dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg spricht Bayern-Coach Vincent Kompany über den Gesundheitszustand von Alphonso Davies. Der Trainer gibt ein Update zur aktuellen Situation des Außenverteidigers.
Alphonso Davies ist verletzt, trotzdem hat der kanadische Verband einen Einsatz des Nationalspielers bei der WM im Blick. Das könnte wieder zu Ärger mit dem FC Bayern führen.

Alphonso Davies ist derzeit nicht zu beneiden. Nach seinem überstandenen Kreuzbandriss, den er sich im März 2025 zugezogen hatte, ist er aktuell zum dritten Mal innerhalb von drei Monaten verletzt. Diesmal stoppt ihn eine Verletzung im hinteren linken Oberschenkel.

Seine Saison mit den Bayern ist damit ohnehin beendet, doch der Kanadier könnte wieder zum Streitfall zwischen seinem Verein und dem kanadischen Fußballverband werden.

FC Bayern: Gibt es wegen der WM wieder Ärger mit Kanada?

Die dortigen Verantwortlichen ließen direkt nach der Diagnose verlauten, dass man alles tun werde, um Davies für die Weltmeisterschaft einsatzfähig zu machen – schließlich ist es für den Bayern-Star ein großes Turnier in der Heimat.

Es ist ein brisanter Plan, den die Kanadier da haben, schließlich haben sie und der FC Bayern in der Causa Davies eine Vorgeschichte.

Zur Erinnerung: Als sich der 25-Jährige im bedeutungslosen Länderspiel gegen die USA den oben genannten Kreuzbandriss zuzog, wurde er von den kanadischen Entscheidungsträgern ohne große Untersuchungen in ein Flugzeug Richtung München gesetzt – für die Bayern-Bosse ein Unding.

Der FC Bayern will sich nicht alles gefallen lassen

Bayerns CEO Jan-Christian Dreesen sagte seinerzeit: „Wir fordern von Canada Soccer eine lückenlose Aufklärung der Abläufe und behalten uns juristische Schritte ausdrücklich vor.“ Und Sportdirektor Christoph Freund legte nach: „Wir wollen es lückenlos aufklären. Wie es abgelaufen ist, ist einfach nicht korrekt.“

Es ist die Erinnerung an damals, die die Münchner aktuell hellhörig und wachsam werden lässt. Klar ist: Ohne Kontrolle will man Davies nicht den Kanadiern überlassen und man will sich nicht alles gefallen lassen.

Davies zur WM? Das fordert Bayern

Max Eberl sagte am Freitagvormittag auf SPORT1-Nachfrage, man werde „gemeinschaftlich alles tun, dass er vielleicht die Möglichkeit [auf eine WM-Teilnahme] hat“. Das klingt verbindlich im Ton, doch der Sportvorstand machte auch deutlich, dass man bereit sei, für die Interessen des Vereins zu kämpfen: „Wir alle zusammen wollen den besten Weg finden – für Phonzy, für Kanada… aber auch für den FC Bayern!“, so Eberl.

SPORT1-Informationen zufolge ist eine Bedingung des Rekordmeisters, dass Davies vor allem von den eigenen Ärzten im Verein betreut wird. Eine Entscheidung über eine WM-Teilnahme des Kanadiers will man keinesfalls dem Spieler und seinem Verband allein überlassen. Eberl deutete auf der Pressekonferenz bereits an, dass Davies das bekannt sei.