Robert Glatzel verlässt den HSV. Das hat der Bundesligist am Dienstag verkündet und gleichzeitig den Wechsel zu Absteiger VfL Wolfsburg bestätigt. Glatzel selbst nahm in einem Video Abschied und vergoss bittere Tränen.
Fix! HSV-Fanliebling geht unter Tränen - Detail überrascht
HSV-Fanliebling geht unter Tränen
Für die Fans der Rothosen ist es ein großer Verlust. Immerhin war der Stürmer in den vergangenen Jahren der große Held.
Kein Wunder: In 150 Pflichtspielen für den Traditionsverein erzielte der der Angreifer seit 2021 satte 84 Treffer. Im Schnitt jubelte Glatzel alle 132 Minuten.
In der Liga kam der Angreifer auf 76 Treffer und reihte sich in eine Liste der Legenden ein. Seit der Einführung des Profifußballs 1963 trafen nur Thomas von Heesen (99) und Uwe Seeler (137) häufiger.
In der vergangenen Saison war Glatzel unter Coach Merlin Polzin jedoch nur noch meist Ersatz und wurde teilweise auf die Tribüne gesetzt. Glatzel quittierte dies mit öffentlicher Kritik und wurde zwischenzeitlich suspendiert.
Transfer: Glatzel wechselt zu Wolfsburg
In der Mitteilung verkündet der HSV nun, dass der Star selbst einen „Wechselwunsch“ hinterlegt hat – und ausgerechnet ein Statement von Polzin fehlt. Zufall? Wohl kaum.
Stattdessen sprachen andere in höchsten Tönen über den Mann, der nach Bakery Jatta und Daniel Heuer Fernandes der Spieler im Kader mit der längsten HSV-Zeit war.
„Bobby hat in seiner fünfjährigen Zeit beim HSV Großes geleistet, das über das Sportliche hinausgeht. Neben seinen zahlreichen Toren hat er aufgrund seiner Persönlichkeit auf und neben dem Platz eine wichtige Rolle eingenommen. Wir danken ihm für die gemeinsame Zeit und die erlebten Momente. Wir wünschen ihm für seine Zukunft nur das Beste und natürlich sind er und seine Familie im Volkspark jederzeit herzlich willkommen“, betont HSV-Vorstand Eric Huwer.
Emotionaler Glatzel: „Hatte beim HSV die schönste Zeit“
Sportdirektor Claus Costa fügte an: „Insbesondere in den Zweitliga-Jahren war er ein Fixpunkt unseres Spiels – die Highlights waren sicherlich der Aufstieg und der Gewinn der Torjägerkanone 2023/24.“
Auch Glatzel, als gebürtiger Münchner inzwischen heimisch im Norden, wurde emotional.
„Ich hatte beim HSV die schönste Zeit meiner bisherigen Karriere. Ich bin dankbar für jeden Moment, den ich mit diesem besonderen Club erleben durfte. Gemeinsam haben wir Höhen und Tiefen durchgemacht. Vor allem die schönen Erinnerungen werde ich für immer in meinem Herzen tragen“, sagte er.