Yan Diomande ist zweifellos das größte Juwel im Kader von RB Leipzig – und das größte Tafelsilber. Nach seiner famosen Debütsaison für die Sachsen mit 13 Pflichtspieltreffern stehen die Interessenten Schlange für den 19-Jährigen.
RB-Boss mit Klartext zu Diomande: "Wir müssen bei keiner Summe Ja sagen"
Leipzigs Plan mit Diomande
Auch wenn die Leipziger, die für den jungen Ivorer im vergangenen Sommer 20 Millionen Euro an den damaligen spanischen Erstliga-Absteiger CD Leganés abgedrückt hatten, angesichts seines Marktwerts von nun 90 Millionen Euro einen großen Reibach bei einem Weiterverkauf machen würden, ist Diomande Stand jetzt unverkäuflich.
Leipzig will Diomande halten
„Wir müssen bei keiner Summe Ja sagen“, sagte Marcel Schäfer, Leipzigs Geschäftsführer Sport, in einem Interview mit der Sport Bild. „Yan hat keine Ausstiegsklausel. Das heißt, wir sitzen auf dem Fahrersitz und alle anderen auf der Rückbank. Wir wollen Yan Diomande halten. Und er selbst sieht sich auch noch eine Weile in Leipzig.“
Der Champions-League-Teilnehmer der kommenden Saison hat auch in Zukunft große Ziele und will diese mit Diomande verwirklichen, der im vergangenen Oktober sein Debüt für die Elfenbeinküste gefeiert hatte und nun bei der WM 2026 in Kanada, Mexiko sowie den USA in der Gruppenphase auf Deutschland trifft.
Eile ist für RB zwar nicht geboten, da der Flügelflitzer bis 2030 unter Vertrag steht, trotzdem beschäftigen sich die Leipziger bereits mit einem neuen Vertrag für ihr Juwel. „Eines ist klar: Wenn Yan Diomande den Fokus und die Arbeitseinstellung beibehält, die er jetzt hat, gibt es für diesen Spieler keine Grenzen“, betonte Schäfer.
Es sei „außergewöhnlich, dass ein Spieler mit solchen Offensivfähigkeiten das Bewusstsein hat, immer in der Defensive helfen zu müssen und helfen zu wollen. Yan ist der Spieler mit den meisten gewonnenen Zweikämpfen in der Liga, mit großem Abstand – das ist verrückt. Solche besonderen Leistungen hat RB immer honoriert. Deshalb sind wir auch im engen Austausch mit seiner Berateragentur“, ergänzte Schäfer.
Ivorer schon einig mit Paris Saint-Germain?
Zuletzt machten Gerüchte die Runde, dass Paris Saint-Germain an Diomande interessiert sei und auch der Ivorer nicht abgeneigt sei, sich dem Champions-League-Sieger anzuschließen. Auch der FC Bayern, der FC Liverpool und Real Madrid sollen sich bereits intensiv mit dem Supertalent beschäftigt haben.
Diomande ist keine „Eintagsfliege“
„Ich würde an der Arbeit der absoluten Top-Klubs zweifeln, wenn sie sich nicht mit Yan Diomande beschäftigen würden“, erklärte Schäfer. „Er hat in der ersten Bundesliga-Saison gezeigt, dass er nicht nur eine Eintagsfliege ist, sondern Potenzial für noch deutlich mehr Tore und Vorlagen hat. Es ist eine Auszeichnung für ihn und uns, dass er im Fokus dieser Vereine ist.“
Das große „Aber“ folgt jedoch umgehend: „Wir haben Ziele in drei Wettbewerben, die auch er kennt“, führte Schäfer weiter aus. „Yan betrachtet die Dinge trotz seines jungen Alters sehr nüchtern und reflektiert. Er ist zudem sehr dankbar. Wir haben auch außerhalb des Platzes einiges getan, um allen Spielern zu zeigen, dass wir eine Familie sind. Für manche Spieler sind das vielleicht Kleinigkeiten, bei Yan lösen sie etwas aus.“